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Autor: Ronny

Eine Doku über Bulliliebe: #vanlife

Unseren ersten Camper-Bulli kauften wir vor gut 12 Jahren in Hildesheim. Einen T3. Mit dem Regio schlichen wir dort hin, um schon auf der Rückfahrt festzustellen, dass wir nichts außer einem Haufen Schrott gekauft hatten, der allerdings in einem schönen Blau lackiert war. Das allerdings reichte nicht aus um die Kiste zu behalten – wir wollten damit ja reisen. Also brachten wir den zurück und kauften mit dem Geld einen weißen Selbstausbau und fuhren mit dem jahrelang durch die Lande: unsere Rakete.

Als später mein Vater starb, erbte ich seinen geliebten Westfalia T4, der uns bis heute seine Dienste leistet. Ich glaube, ich werde den nie verkaufen, auch wenn es mittlerweile mitunter wirtschaftlich rationell nicht immer erklärbar ist. Aber so ein Bulli ist eben mehr als ein Auto: es ist Liebe. Nicht nur bei mir.

Im Jahr 2011 erstellte Foster Huntington mit #vanlife einen Instagram-Hashtag, der weite Kreise zog und aus dem sich eine gar nicht mal so kleine Community von Bulli-Liebhabern bildete. Das hier ist eine Doku darüber.

It became a community of like-minded individuals who delight in the kind of adventure you can only get by traveling through the wilderness in a clunky, decades-old vehicle. In this documentary, we follow a group of #vanlife enthusiasts to uncover what the lifestyle means to them.


(Direktlink, via Devour)

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The Colors of Feelings

Thomas Blanchard experimentiert für „The Colors of Feelings“ mit Farbe, Milch, Honig, Öl und Zimt – und schafft damit den vielleicht schönsten Bildschirmschoner der Welt. Dazu gibt es Musik von Max Richter. Passt.

„The Colors of Feelings“ is an experimental dreamlike video rocking us smoothly through circular moves. It is also an analogy of feelings such as anger, love, sadness and joy ; they mix and eventually ease.

https://vimeo.com/135960434
(Direktlink, via Laughing Squid)

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Modelleisenbahnspirale

Ich habe die Faszination für Modelleisenbahnen nie wirklich verstanden. Als Kind hatte ich mal eine, aber das ging fix vorbei und wir lebten uns schnell auseinander. Hätte ich damals allerdings gewusst, welch meditativ hypnotische Dinge man mit so einer Bahn machen könnte, wäre ich vielleicht bei ihr geblieben. Dann nämlich könnte ich mich heute mit so einer Modelleisenbahnspirale in den Garten setzen und stundenlang raufstarren.


(Direktlink, via Bits & Pieces)

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Recap: Deichbrand Festival 2015

FSF (2 von 3)

Jägermeister hatte mich vor Monaten gefragt, ob ich denn nicht Lust hätte für und mit Jägermeister ein Festival zu besuchen. Ich konnte aus fünfen wählen und entschied mich ob des Line Ups für das Deichbrand. Da waren einige Bands auf der Bühne, die mir ohnehin zusagten und ich dachte, das könnte man machen.

Ich habe in den letzten 20 Jahren um die 150 Festivals besucht. Vom ganz kleinen mit 30 Gästen bis hin zur Fusion mit damals um die 70.000 Besucher. Allerdings war ich bis zum Deichbrand noch nie auf einem Rockfestival. Meine Spielwiese war seit jeher die elektronische Musik, die im Sommer natürlich draußen ganz besonders viel Spaß macht, weshalb ich halt immer nur der fröhnte. Die Musik läuft dort im Regelfall 24 Stunden Non Stop, ein Dancefloor ist immer offen, getanzt wird rund um die Uhr, bis dann am Montag oder Dienstag die Anlagen ausgehen. Schon mal ein elementarer Unterschied zu einem Rockfestival, wo die ersten Bands erst mittags spielen und in der Nacht Ruhe auf und vor den Bühnen einkehrt. Komische Sache, irgendwie – ungewohnt vor allem; die Mainfloors schlafen zu sehen.

Ungewohnt auch, sein Zelt nicht einfach neben sein parkendes Auto stellen zu können und mit Sack und Pack vom Parkplatz aus in die Camping-Area zu ziehen. Kannte ich so bisher auch nicht. Verkompliziert auch alles ein wenig. Gerade dann, wenn du deinen Kühlschrank und Herd im Bulli hast. Aber gut, deshalb fährt man ja auch nicht auf ein Festival. Dieses besucht man primär der Musik wegen. So auch ich.

Gefreut hatte ich mich auf die Beatsteaks, Tocotronic, Kraftklub, The Kooks, Thees Uhlman, Marcus Wiebusch, Fettes Brot und meine
Lieblingspunker von Feine Sahne Fischfilet, die schon am frühen Samstagnachmittag bei feinstem Sonnenschein das Gelände vor der Mainstage rasierten. Geschafft habe ich dann, wie das halt immer so ist, nicht mal die Hälfte. Ganz dick waren eben FSF – und Kraftklub haben das Gelände in einen orgamusartigen Ausnahmezustand gespielt. Sich selber offenbar auch. Das war ein nicht nur musikalisches Feuerwerk gepaart mit Pyrotechnik Rauch- und Konfettibomben. Mir wurde vorher schon gesagt, dass die live exorbitant großartig sein sollen, das aber war übergut! Ohne jegliche Übertreibung. Hier der komplette Mitschnitt als Video.

Deichbrand (99 von 101)

Zwischendurch sind wir dann immer wieder mal im zentral gelegenen Jägermeister Gasthof eingekehrt, wo es neben diversen DJ-Sets auch immer wieder Live-Sessions von der Jägermeister Blaskapelle gab. Musikalisch ging es dort einmal quer durch den akustischen Gemüsegarten, was mir nicht immer so ganz reinging, andere aber allerhand Spaß haben lies.


(Direktlink)

Was mir enorm unangenehm auffiel, war der Umstand, wie viele der Festivalbesucher mit ihrem Müll umgehen. Ohne Scheiß: so eine Dreckschlacht habe ich in 20 Jahren nirgendwo anders gesehen. Nirgendwo! Keine Ahnung, wie das Gelände am Ende dann aussah, aber zwischenzeitlich packte mich ein wenig die Fassungslosigkeit. Wirklich.

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Auch aufgefallen ist mir, wie viele Menschen eine eigene Soundanlage mit auf so ein Gelände schleppen – als gäbe es dort weiß Gott nicht Musik genug. Und dass die dann auch Helene Fischer und/oder Pur ganz unironisch über den Zeltplatz ballern, machte mich irgendwie ein bisschen traurig. Selbst ironisch hätte mich traurig gemacht. Andrea Berg war auch dabei. Kann man sich nicht ausdenken.

Glücklicherweise aber war das musikalische Angebot auf dem Gelände selber um Längen besser, weshalb ich den Zeltplatz lieber mied.

Was ich gelernt habe: es ist keine gute Idee, sich bei einem Festival dieser Größe darauf zu verlassen, dass einen nachts schon irgendein Taxi ins Hotel bringen würde. Da bedarf es einiger Geduld.

Und ein Festival am Meer lässt auch Räume für die „ruhigen Momente“.

Hier noch ein paar meiner Eindrücke, all meine Fotos vom Deichbrand Festival 2015 in diesem Flickr-Album.

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