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Autor: Ronny

Der das KFMW Adventskalender 2020 in einem Player

Nach einem Tag der Pause auf der häuslichen Couch hier der komplette KFMW Kalender 2020 in einem Player.

Es war eine Punktlandung. Keinen Mix mehr übrig, keiner zu wenig und fast alle hatten nach 24 Stunden ihr 1000 Plays, was hier intern der Gradmesser ist. Dafür machen wir das. Und zwar nicht für uns, sondern für die Leute, die hierfür Zeit und unüberhörbar Liebe in all ihre Mixe stecken. Danke dafür! Und danke an die Unterstützer, die den Account für ein weiteres, ein hoffentlich besseres Jahr finanziert haben. Und danke natürlich auch an die komplette Hörerschaft, die diesen Kalender zu dem machen, was er ist: seit 10 Jahren ein Potpourri aus großartiger Musik als Konstante zum Jahresende. In diesem Jahr deutlich diverser als je zuvor. Kommt damit bis zum nächsten Kalender. Ich werde einige dieser Mixe noch deutlich häufiger hören. Klar.

Hintenrum sieht das aus:

Würde sagen, das lief doch ganz gut. Bis später!

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Album-Stream & Download: Kraftfuttermischwerk – Es macht auch wirklich keiner mit!

>>> Bandcamp <<<<

Es ist jetzt gut 10 Jahre her, dass ich, damals noch allein, das letzte Mal Musik veröffentlicht habe. Seitdem hatten Rudi und ich immer wieder mal vor, gemeinsam Musik zu machen und zu veröffentlichen. Lange blieb es nur bei dem Vorhaben.

Als ich vor zwei Jahren dann einen Herzinfarkt hatte und 10 Tage im Krankenhaus lag, dachte ich, dass es jetzt an der Zeit sei, aus diesem Vorhaben Realität werden zu lassen. Man weiß ja nie, wie viel Zeit einem noch bleibt und ganz ohne noch mal Musik veröffentlicht zu haben, will ich dann doch nicht gehen. Ich nahm mir im Krankenbett meinen Rechner, meine Kopfhörer und machte den Track, der hier als „Auf Station“ mit drauf ist und eigentlich erst als Nachfolger zu „Unterm Bassphalt der Strand“ gedacht war. Ganz lange klang der ganz anders als die jetzt veröffentlichte Version. Rudi und ich haben den vor ein paar Monaten dann doch komplett umgebaut.

Überhaupt haben wir in den letzten Monaten sehr intensiv und vor allem verdammt effektiv gebastelt. Es ist wahnsinnig inspirierend mit ihm zu arbeiten. Ich habe schon immer mit anderen Leuten gemeinsam musiziert, aber eben noch nie so effizient wie mit ihm. Da passt einfach alles zusammen und fließt.

Einige Tunes hat er mitgebracht, einige kommen von mir, über alle haben wir dann gemeinsam gehorcht und final zu Ende gebracht. Andere sind dann komplett gemeinsam entstanden. Mitunter innerhalb von zwei Nächten. Ein Track brauchte drei Wochen. Rudi hasst es, so lange an einem Song zu schrauben, weil er dann schon wieder fünf bis zwölf neue Ideen hat, denen er währenddessen nicht nachgehen kann. Aber es ist wie es schon immer war: gut Ding will manchmal Weile haben. Und so haben wir uns gut zwei Jahre Zeit gelassen, dass das Album jetzt so klingt, wie es klingt – und wir lieben einfach alles daran. Weil es in seiner Summe klingt, als wäre es ein langer Track mit kurzen Pausen. Wir waren zwischenzeitlich immer etwas unsicher, ob wie die verschiedenen Soundideen klanglich zusammenbekommen würden. Aber am Ende klingt „Es macht auch wirklich keiner mit!“ in unseren Ohren perfekt. Genau so wie es klingen sollte.

Im Spätsommer waren wir mit dem Bulli auf dem von uns so sehr geliebten Meeresrausch-Gelände, um über ein Wochenende hinweg alle Mixdowns zu machen. Draußen. Keiner von uns beiden glaubte auf dem Hinweg, dass das an einem Wochenende zu schaffen sei. Keiner sagte das. Als wir dort ankamen, bauten wir alles auf und arbeiteten verdammt fokusiert daran, das zu schaffen. Sonntag früh waren wir durch, schleppten die riesengroße Bluetooth-Box an den Peenestrand legten uns dort hin, schauten in den Himmel und ballerten volle Möhre dieses Album, unser Album in den Sonnenaufgang – was für ein grandioser Moment!

Überhaupt war der ganze Prozess dieses Album zu machen immer wieder großartig. Von der Idee, den ganzen Klangskizzen, die sich mehr und mehr zu endgültigen Tracks formten. Euer Wille, dass Ding auf Vinyl haben zu wollen, die Covergestaltung, die Max übernahm, der früher als Jugendlicher von mir betreut wurde und heute studierter Designer ist, das Mastering, das Sven Weisemann übernommen hat, die Shirts zu drucken. Die Kommunikation mit Rand Muzik, die die Platten pressten, die Abende, an denen man all die Tracks mit guten Freunden hörte und deren Meinungen dazu haben wollte. Und dann der Moment, in dem man dann im Presswerk steht und sein Baby aus dem Karton holt und dann aus dem Cover zieht. Leudde, das ist ein großartiges Fühl! Wirklich!

Nun stehen die Scheiben hier, werden von uns noch bedruckt, bevor wir sie endgültig an euch verschicken werden.


(Direktlink)

Und jetzt hauen wir das Album auch für alle raus. Digital und zum Download. Unter CC-Lizenz (CC BY-NC-SA 4.0), weil das eben immer so war und so bleiben soll. Hört es, teilt es, kauft es und vielleicht – oder im besten Fall – liebt ihr es halb so sehr wie wir das tun. Das würde uns viel bedeuten. Und wenn ihr es nicht mögt, ist uns das auch egal. Wir lieben‘s für euch mit.

Wir wünschen euch in erster Linie, dass ihr gesund bleibt und irgendwie durch diese verrückte Zeit kommt, ohne schwer darunter leiden zu müssen. Habt unter diesen Umständen ein für euch schönes Fest und kommt gut ins neue Jahr. Hört das Album, genießt es, träumt dazu von einer besseren Zeit. Wir werden uns wiedersehen! Und jetzt Prost!

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Adventskalender 2020, Türchen #24: Judith van Waterkant – Quarantine Reflection Tape

Ihr könnt nicht wissen, wie wichtig es für mich war, diesen Kalender mit einem Mix von Judtih van Waterkant abschließen zu können. Keine andere hat mich musikalisch so emotional passend über dieses verrückte Jahr gebracht wie Judith mit ihren Quarantäne-Mixen. Sie hat mich dazu inspiriert, selber einen zu machen, der Musik in sich trägt, die ich so auf keinem Dancefloor der Welt spielen würde. Ich weiß, wie viel Mühe und Liebe sie in ihre Mixe steckt und bin nicht nur deshalb froh, dass sie in diesem Jahr das Finale gestaltet und nicht nur ihre Quarantine-Mix-Serie sondern auch den diesjährigen Kalender perfekt schließt. Und sie findet dazu auch noch ein paar Worte.

Pünktlich zu Weihnachten kommt das letzte Tape der Quarantine 2020 Reihe. Eine Reihe, die ich so natürlich nicht geplant habe und ein Weihnachten, welches unfreiwillig anders ist für mich, weil ich wegen Corona nicht zu meiner Familie an die Ostsee kann wie sonst. Ich vermisse sie und die Ostsee sehr! Aber ich habe meine Liebsten hier in Leipzig um mich. Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich hier ja quasi auch eine Familie habe. Was für ein Glück zwei Zuhauses zu haben! Und da geht das Reflektieren auch schon los….

Wer mag, kann mit mir das Jahr in diesem Tape reflektieren.
Wer dieses Set allein hört, kann es für sich machen, wer gerade mit jemandem zusammen ist während es läuft, kann es zusammen versuchen und die Gedanken teilen. Oder man machts halt einfach gar nicht und lässt nur die Musik wirken. Mir ist schon klar, dass das nix für jeden ist  Über die Fragen, die immer mal in der Aufnahme auftauchen, kann man also auch locker hinweghören und es ist auch erlaubt dieses Tape für immer laufen zu lassen und 2020 links liegen.

Hier sind die Fragen mal auf Deutsch:

Was war deine liebste Erinnerung vom vergangenen Jahr?
Wo war dein Zuhause, wo in deine Gedanken? Welche Leidenschaft war dein Zuhause?
Wer will, kann kleine Symbole dafür finden, sie aufmalen, sie aufheben.
Worauf bist du stolz?
Worum haben sich deine Gedanken dieses Jahr gedreht und warum?
Was war dein schwächster Moment? Vielleicht magst du das mit jemandem teilen?
Welche drei Personen hatten einen positiven Einfluss auf dich und warum? Was sind ihre Superheldenkräfte? Erzähl es Ihnen!
Was möchtest du in der Zukunft verändern?

Zum Schluss nur noch ein Satz, der mit „und“ anfängt, obwohl Sätze ja nicht mit „und“ anfangen… mir egal!

Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende!

Style: Quarantine
Lenght: 02:11:31
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
None

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Video: Kraftfuttermischwerk – Es macht auch wirklich keiner mit!


(Direktlink)

Hier ist die letzen Tage wenig bis gar nichts passiert. Aus Gründen. Wir haben eure Shirts gedruckt, wir haben eure (!) Platten bei Rand in Leipzig abgeholt. Und ich habe ein Video zu dem Album-Titel geschnipselt. Es zeigt: uns auf dem Weg zum Album. Weil hier halt fast immer keiner mit macht und wir uns wünschen, dass im nächsten Jahr auf dem Meeresrausch endlich mal wieder alle wirklich mitmachen werden. Und wir werden diese Nummer zum Abschluss sowas von laut spielen. Bis alle mitsingen werden. Und wenn es sein muss, läuft der Song halt einfach drei bis sechs Mal. Solange bis alle mitmachen.

Heute Abend dann das ganze Album am Stück – und der Track ist zum Mitsingen. Kaufen könnt Ihr den hier.

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Adventskalender 2020, Türchen #23: Shadylines – Wann kommt der Schnee?

Bevor hier Morgen die endgültige Besinnlichkeit einzieht, machen wir mal nochmal richtig dolle. Wenn Tanith sein Mix die Lok war, die durch diesen Kalender fuhr, ist das hier definitiv der ICE.

Shadylines ist der junge Mann, der hier direkt nebenan wohnt. Vor zwei Jahren oder so hat er sich einen Controller zugelegt und gemeinsam mit einem Freund das Auflegen angefangen. Sie machen das mehrmals die Woche in der Garage der Eltern und ballern vorwärts als gäbe es keinen Morgen mehr – oder halt wie wir in den 90ern – als wir noch zu den jungen Leuten gehörten. Ich höre das dann immer vom Garten aus und mag es sehr, wenn es so kracht. Und da ich über all die Jahre schon immer mal einen Trance-Mix im Kalender haben wollte, ist es ja nur naheliegend, den jungen Nachbarn danach zu fragen.

So haben wir satten Trance mit leichten Hang zum Psy, der nochmal alles wachrütteln sollte, bevor hier Morgen für dieses Jahr die Lichter ausgehen. Außerdem, und ja auch nicht unwichtig: Nachwuchsförderung. Und bisschen mehr Trance kann uns allen nicht schaden. Yoga-Techno gibt es da draußen schließlich zur Genüge.

Style: Trance
Lenght: 01:12:08
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
Arrakis – The Spice
Klegg – O2
Helica – No Future
Jon Doe – Future
DJ Manik – Response
Lee Jeffrey and Justin Bourne – Drop the Dime
Dina Watson – No Excuse
Aquaplex – Force In Your Head
A.Paul – Math
DJ Ibon – Prepping for Hope
DeeJoy – Trust Me (Johanna Coelho Remix)
Mechoz – Sp5/Metan Noise
DJ RX – Frozen Flame
Pain on Creation – Lush
Transcend – Planet One

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Adventskalender 2020, Türchen #22: Norman Weber (Luna City Express) – Happy Kraftfutter

Als Rudi vor fünf Jahren mit der Idee kam, Norman Weber von Luna City Express nach einem Mix für den Kalender zu fragen, dachte ich so, okay. Ich wusste wer Luna City Express waren, aber nicht, was Norman selber so abliefern würde. Und dann haute er diese unfassbar gute Funk-Bombe raus und gab mir Funk, wie ich diesen vorher noch nie gehört hatte. Jene Bombe zünde ich bis heute immer gerne mal wieder, wenn wir mal wieder nach Funk sein sollte.

Und jetzt, fünf Jahre später, zündet Norman halt eine astreine Disco-Rakete. Ich konnte sehr lange null mit Disco anfangen, irgendwie änderte sich während einer sechswöchigen Reha und heute bin ich doch froh, auch dem Disco etwas abgewinnen zu können. Er groovt nämlich mitunter ganz hervorragend. So wie hier und jetzt. Das wäre der perfekte Silvestersound in großem Reigen. Aber der funktioniert im nächsten Jahr garantiert auch noch. Klar.

Style: Disco
Lenght: 01:00:00
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
None

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Wie man von Hand ein Fahrrad baut

Wenn ich an Handwerk denke, ist das Bauen von Fahrrädern jetzt nicht unbedingt das erste, was mir dazu einfällt. Aber es gibt eben doch Manufakturen, in denen Fahrräder noch von Hand gefertigt werden. Im badischen Pforzheim baut Alexander Clauss Räder Fahrräder aus Stahl und ihm dabei zuzusehen, ist schon ganz schön interessant. Der SWR hat ihn für die Serie „Handwerkskunst“ besucht und sich das mal angesehen.

Der Schwarzwälder hat sich spezialisiert auf Lastenräder. Schon seit Ende des 19. Jahrhunderts haben diese Räder eine lange Tradition als Kurierfahrzeug, rollende Werkstatt – oder gar als mobiler Espresso-Stand. Dank verstopfter Straßen, Elektro-Antrieb, neuem Style und Kaufprämien erlebt dieser Typ heute ein beeindruckendes Revival.
Was macht der Maschinenbau-Ingenieur und Tüftler aber anders als andere? Seine Idee heißt: „Compact Cargo-Bike“.


(Direktlink)

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Austernpilze spielen Modularsynthesizer

Ich habe keine Ahnung, was genau hier vor sich geht, aber es sieht aus als würde in diesen Austernpilzen etwas vorgehen, dass die Funktionen eines modularen Synthesizer triggern würde. Wenn uns hier nicht jemand ein Bären aufzubinden versucht. Jedenfalls mag ich die Vorstellung, dass Austernpilze Synthies spielen könnten. Magic Mushrooms mal anders.

The mushrooms are controlling the synthesizer using a bio data sonification module called the Instruo Scion.Small amounts of current are run through the mushrooms to measure the electrical resistance similar to a lie detector test. Changes in resistance are converted to control voltages and gate signals which are used to control the synthesizer. The mushrooms have control over when the notes are played, how long they are played, what pitch they are, some control over timbre aka how the sound sounds and harmonic content as well as control over effect parameters such as filtering, delay and reverb.


(Direktlink)

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