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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Lokführer schaut während der Fahrt Pornos – und alle Zugreisenden können mithören

(Foto: Chris FarleysonCC BY-SA 4.0)

Mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit hat der Fahrer das so nicht gewollt, seine Fahrgäste konnten trotzdem zuhören, wie er sich in der Fahrerkabine während der Fahrt zumindest einen Porno ansah. Was man halt so macht, wenn man einen Zug führt.

Der Betreiber des Zuges, South Western Railway (SWR), entschuldigte sich hinterher für den Vorfall und versprach, der Sache nachzugehen. Ein Sprecher sagte, das Verhalten sei „vollkommen inakzeptabel“ und die SWR habe eine strikte Regel, pornografisches Material im WLAN der Züge zu blockieren.

https://twitter.com/MrPaulBrunton/status/1126799019307622401

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Anti-Nazi-Plakate des BVB: Es waren Rocco, seine Brüder und Modus

Riesenaufregung die Tage: in Dortmund sind einige Anti-Nazi-Plakate aufgetaucht, die vorgaben vom BVB aufgehangen worden zu sein.

https://twitter.com/ftamsut/status/1127139634994130944

Waren sie nicht. Der BVB rätselte, war nicht ganz zufrieden mit dem Umgang, der vorgab, eigentlich vom Verein gesteuert zu sein und so. Später ermittelte der Staatsschutz.

Mindestens 40 dieser Plakate waren, so die Polizei, vermutlich am Samstag in einer Art Guerilla-Aktion in der ganzen Stadt verteilt in Schaukästen platziert worden. Die Plakate, unten das Logo von Borussia Dortmund, oben das Motto „BVB gegen Nazis“ und Verweise auf das Bundesfamilienministerium und „Exit“, eine Aussteigerorganisation für ehemalige Neonazis, wirken hochwertig und passten nach Angaben der Polizei perfekt in die 118,5 mal 175 Zentimeter großen Sicherheitsschaukästen der Leichtmetall-Vitrinen. Wie genau die Schaukästen geöffnet wurden, wisse man bisher nicht, sagt ein Sprecher des zuständigen Werbeflächen-Vermarkters Wall. „Es kommt aber häufiger vor, dass illegal Schlüssel nachgemacht werden.“

Jetzt ist klar, dafür verantwortlich sind Rocco, seine Brüder und Modus.

https://vimeo.com/336580909
(Direktlink)

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Mitarbeiter eines Imbisses vertreibt Räuber mit Dönerspieß

(Foto: Vladimer ShioshviliCC BY-SA 2.0)

Da hat der Verkäufer eines Dönerladens im Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf den Spieß einfach umgedreht. Den leeren wohl gemeint.

In der vergangenen Nacht wollte in Hellersdorf ein maskierter Mann einen Döner-Imbiss überfallen. Nach Angaben des 39-jährigen Angestellten betrat der Unbekannte gegen 23.40 Uhr den Döner-Imbiss in der Gothaer Straße und forderte unter Vorhalt eines Messers die Einnahmen. Der Verkäufer griff einen leeren Dönerspieß, erhob diesen und verweigerte die Herausgabe. Der Maskierte verließ daraufhin ohne Beute den Imbiss und entfernte sich in Richtung der dortigen Bushaltestelle.

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Telefonhalterung zur Steigerung der täglichen Schrittanzahl

Einige Versicherungsunternehmen in China gewähren ihren Kunden, die konstant eine bestimmte tägliche Schrittzanzahl erreichen, ermäßigte Krankenkassenprämien. Klar, dass das erfinderisch macht.

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Laut Sächsischem Verfassungsschutz ist man linksextrem, wenn man auf einem Konzert „Nazis raus!“ ruft

Gestern wurde der neue sächsische Verfassungsschutzbericht veröffentlicht und weil Sachsen ja sonst keine Probleme hat, wurde das am 03. September stattgefundene #wirsindmehr-Konzert in Chemnitz mal eben in den Bereich Linksextremismus einsortiert. Auch wieder mit dabei: Feine Sahne Fischfilet. Na klar.

Die LVZ:

Auf Seite 191 der Ausführungen heißt es: „Sowohl in Redebeiträgen als auch im Rahmen des Auftritts der Band Feine Sahne Fischfilet wurde das Publikum erfolgreich mit ‚Alerta, alerta Antifascista!‘-Rufen zu ähnlichen Rufen animiert. Die Musikgruppe K.I.Z. aus Berlin dankte in ihrer Moderation der Chemnitzer Antifa und dem Schwarzen Block dafür, dass sie in der Vergangenheit die ‚Arbeit der Polizei‘ übernommen hätten.“ Zudem wurde mehrmals „Nazis raus!“ gerufen.

Mittlerweile hat der LandesVerfassungsschutz reagiert und fühlt sich missverstanden:

In ihrer Online-Ausgabe behauptet die „Leipziger Volkszeitung“ am 15. Mai 2019: „Sächsischer Verfassungsschutz erwähnt #wirsindmehr-Konzert als linksextremistisch“. Diese Behauptung ist in dieser Pauschalität unzutreffend. Vielmehr stellt der sächsische Verfassungsschutz auf Seite 190 seines Jahresberichts für 2018 fest, dass an der Großveranstaltung „Wir sind mehr“ am 3. September vergangenen Jahres „ganz überwiegend nichtextremistische Zuschauer“ teilgenommen haben.

Trotzdem wird da ziemlich deutlich, wo die ihre Prioritäten haben. Auch nichts Neues.

In diesem Sinne: Alerta!

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In Österreich werden McDonald’s-Filialen zu Außenstellen der US-Botschaft

(Foto: andreas160578)

Weil wir oft gerne darüber lachen, was Satire darf: McDonald’s-Filialen werden Außenstellen der US-Botschaft.

US-Amerikaner, die zukünftig während ihres Österreich-Aufenthalts ihren Reisepass verlieren oder in irgendeine andere Notlage geraten, in der sie die Hilfe ihrer Botschaft brauchen, haben ab 15. Mai eine neue Anlaufstelle. Und zwar das jeweils nächstgelegene McDonald’s-Restaurant.

Die 194 heimischen Filialen der Fastfood-Kette servieren dann nicht nur Big Mac und Pommes – sondern agieren in gewisser Weise als Außenstellen der Botschaft. Das Restaurantpersonal wird verpflichtet, für Hilfe suchende Amerikaner – seien es nun Touristen oder Menschen, die in Österreich arbeiten – über eine 24-Stunden-Hotline den Kontakt zu ihrer Auslandsvertretung herzustellen.

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Bezirksamt in Berlin berechnet Lebensmittel von die Tafel als Einkommen – und kürzt Wohngeld

(Foto: LubosHouska)

Ein Student in Berlin-Lichtenberg hat Wohngeld beantragt und angegeben, dass er Lebensmittel von der Tafel beziehen würde. Das Bezirksamt rechnete ihm aufgrund dessen knapp 3.000 Euro jährlich als Einnahmen an und kürzte ihm das Wohngeld um 100 Euro im Monat. Das ist alles so kaputt.

Eigentlich hätte er Anspruch auf Wohngeld von 190 Euro gehabt, das Bezirksamt bewilligte letztlich 90 Euro. Im entsprechenden Bescheid werden 2.892 Euro pro Jahr als „Sachbezug Tafel“ und damit als Einkommen des Antragstellers zugrunde gelegt. Der Mann lege Widerspruch ein, der wiederum im Frühjahr 2019 abgelehnt wurde.

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Browser-Add-on blockiert AfD-Content

Wer gänzlich auf Content rund um und zur AfD verzichten möchte, kann sich jetzt sowohl ein Browser-Add-on als auch eine Offline-Variante bei die Partei besorgen, die den ganzen Mumpitz dann blockt. Einerseits gut, erspart man sich den Scheiß. Andererseits löst der Versuch des Wegignorierens das Problem nicht. Bin da immer noch etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite versuche ich, den Haufen zu ignorieren, auf der anderen komme ich mitunter nicht umhin, trotzdem was darüber zu machen.

So oder so, ab jetzt kann geblockt werden: afdblocker.de.

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