School sucks.
(via this isn’t happiness)
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Zum Inhalt springenVorneweg eine positive Nachricht:
(Video) Eine #Antifa Aktivistin reisst das Banner der #Nazis vom #Marx Kopf. Yeah! (17:52)#alerta #DankeAntifa#c2708 pic.twitter.com/4q47tDfLJK
— 🎈 (@werdasliestist) August 27, 2018
Dann zu den schlechten: Mich überrascht das alles wenig. Wir hatten das alles schon mal. Die 90er sind so lange nicht her. Eine Zeit, in der Neonazis durch Städte marodierten und Angst verbreiteten. Die Polizei schützte damals davor nicht. Zumindest dort, wo ich herkomme, schützte sie keinen vor den Nazis, die damals „ihre Zeit“ gekommen sahen. Meistens sahen sie weg, ebenso wie die Politik, die irgendwie wie gelähmt, so gar nicht auf die neuen Nazis reagieren wollte.
Dann gab es Jahre der Tabuisierung, die manchen vielleicht das Gefühl gab, dass sich irgendwas zum Besseren gewendet hätte. Das war ein Trugschluss, der sich jetzt vermeintlich wie ein Knallbonbon in marodierenden Horden aufreißt, von dem viele über die Zeit nichts mitbekommen haben wollen.
Das Problem: das alles war nie weg, es war nur ruhiger, „gesitteter“, aber dennoch, wenn auch leise, alltäglich. Die betrunkenen Gespräche in den Kneipen oder auf den Familienfeiern auf dem Land. Der ganz normale Einkauf im Supermarkt, die Unterhaltungen in der Bahn. Dort fand sich auch nach den 90ern all das wieder. Dieser Hass, diese Nichtfähigkeit der Empathie, der völlig überzogene Stolz auf eine Nation, für den die meisten, die ihn hegen, rein gar nichts getan haben.
Jetzt haben wir den Scheiß wieder auf der Straße. In Karl Marx Stadt Chemnitz. Unter dem Antlitz von Karl Marx, ausgerechnet, sammeln sich deutsche Neonazis, skandieren was von „Volk“, „Frei, sozial und national“, „Ausländer raus“ und was weiß ich nicht noch für hanebüchenen Bullshit. Sie heben den rechten Arm, die Polizei, die völlig unterbesetzt scheint, sieht zu, lässt sie machen, lässt sie, wie gestern, Menschen durch die Innenstadt jagen. Wenn ich mir die letzten beiden Tage unter #C2608 und #C2708 ansehe, habe ich Saures im Hals, das nicht vom Essig im Essen von vorhin kommt, sondern von weiter tiefer unten, weil es den Hals wieder nach oben zu kriechen versucht. Zu Recht auch.
In Chemnitz zeigt sich die deutsche Fratze so ungeschminkt wie zuletzt in den 90er Jahren. Auch weil viele in den letzten Jahren immer mit denen „reden“ wollten. Und jetzt haben wir den Salat, den mit den braunen Blättern, die nicht wieder grün werden. Zum Kotzen.
https://twitter.com/RaphaelThelen/status/1034167620151463937
In #Chemnitz haben sich mehr als 2000 Demonstranten versammelt. Darunter Funktionäre der #AfD, #NPD, #IIIWeg, Hooligans, Reichsbürger uvm. Sie skandieren Parolen wie "Lügenpresse", "Merkel muss weg" und "Antifa HaHaHa". Ein Teilnehmer zeigt zu Beginn den Hitlergruß. #c2708 pic.twitter.com/IMcRyay553
— Jüdisches Forum (@JFDA_eV) August 27, 2018
Fotos aus der Arschloch-Parade und die Stunden später folgende Reaktion der Polizei Sachsen, die wieder einmal mehr nicht sonderlich glänzen konnte. Im Gegenteil. Ein mittlerweile nur zu gewohntes Trauerspiel. Vom sächsischen Ministerpräsidenten ganz zu schweigen. Für den wäre „Trauerspiel“ in all diesem Kontext sogar fast noch ein Kompliment.
Chemnitz, im August 2018. (Fotos via @felixhuesmann, @streetcoverage und @JFDA_eV) #C2708 pic.twitter.com/B7uu5zhxaX
— SPIEGEL ONLINE Politik (@SPIEGEL_Politik) August 27, 2018
Mehrere Berichterstatter brechen wg Sicherheitsbedenken ihre Arbeit ab. Der Nazi-Mob hat gesiegt. Das war Versagen des Rechtsstaats auf ganzer Linie. Mit Ansage. @MPKretschmer & @PolizeiSachsen #Chemnitz #c2708 pic.twitter.com/Wv7AU1PY3f
— Bunt statt G(r)auland (@Lieber_Bunt) August 27, 2018
Und es wird so schnell nicht besser. Alles andere würde mich überraschen. Leider.
15 KommentareUnd das klappt nur so semi-gut. Vielleicht aber hatte gerade eines der Kinder den roten Stift und er wollte es dem nicht wegnehmen, aber das kann ich mir nicht wirklich vorstellen – der ist ja da sonst nicht so, wie wir wissen.
The President has colored his flag wrong.
That is all. pic.twitter.com/wWXBgR9I6V
— Talia (@2020fight) August 25, 2018
Ein KommentarProof it’s real ⤵️ pic.twitter.com/prYOGetq33
— Talia (@2020fight) August 25, 2018
Weil schneller waren die beiden Eierköpfe hierbei nicht. Als Erster fahren wollten sie dennoch. Tjoar.
(via BoingBoing)
2 KommentareMünchen ist teuer, sehr teuer, und überhaupt sind die Mieten in den deutschen Ballungszentren sowieso teuer, wie dieses Ranking im Spiegel erst Gestern mal wieder bewies. Aber: sie sind bisher nichts gegen Mieten in Hongkong oder, wie hier, in New York.
Diese offenbar seriös angebotene Vermietung in Manhattan, NYC, preist eine Kammer von 13 m² für $ 1375 zur monatlichen Miete an. Das macht mal eben über $ 100 pro Quadratmeter. Ohne Fenster, dafür mit Klo und Duschkabine. Der Kühlschrank auf dem Doppelstockbett schafft fast Küchenatmosphäre. Und, so meine Befürchtung, irgendeine verzweifelte Seele, die sich täglich den Arsch abarbeitet, wird diesen Preis dafür zahlen – in der Hoffnung, dass alles bald mal besser wird. Weil: so ist es ja immer, irgendwie.

(via Neatorama)
Nach der Pöbelei des Fischerhut tragenden LKA-Mitarbeiters und dem polizeilichen Umgang mit der Situation ging auf Twitter der Hashtag #pegizei steil. Ministerpräsident Kretschmer verurteilte das, trägt aber ansonsten nichts weiter zur Debatte bei und scheint irgendwie untergetaucht zu sein. Trotz oder gerade wegen seiner Meinung zu dem Hashtag hat man diesem in Dresden nun ein Mural gewidmet – und das kann sich durchaus sehen lassen.
2 KommentareDas #PEGIZEI-Graffiti ist fertig. Mit herzlichem Gruß an MP Kretschmer. #Hutbürger pic.twitter.com/uC9DQxxM1s
— Ⓐlex – Gefahrengetweet (@alex_dd89) August 23, 2018
Einen Kommentar hinterlassenOk hab dann aufgehört pic.twitter.com/pRs0xqTjVR
— Alistration 🐌 (@AlisGschmarri) August 22, 2018
Sehenswerte Dokumentation eines israelischen Fernsehteams, dem im Gegensatz zu vielen anderen Journalisten, der Zugang zum Nazimusikfestival in Themar im Juni diesen Jahres nicht verwehrt wurde. Offenbar wollten sich die Arschlöcher von Themar dort von ihrer vermeintlich harmlosen Seite zeigen, die sie durch festgeklammertes Grinsen zu untermauern versuchten. Harter Tobak.
Antonia Yamin, Europe correspondent for KAN Israel got exclusive access to a neo-Nazi rock festival in Themar Germany. There she watched a crowd of skinheads covered with Nazi tattoos and shirts with captions about longing for the Third Reich.
(Direktlink, via Katharina)
Natürlich darf bei all den Nachrichten aus Sachsen nicht vergessen werden, dass ja auch Bayern zu Deutschland gehört. Und dort stehen Landtagswahlen an, zu denen der CSU, mit Hinblick darauf, dass ihnen die totale Mehrheit flöten gehen dürfte, der Arsch auf Grundeis gehen. Also werden im Wahlkampf auch digital die vermeintlich ganz großen Geschütze aufgefahren. So groß halt, wie digitale Wahlkampfgeschütze bei der CSU halt sein können. Die passen durch jede Katzenklappe. Wissen die nur nicht.
Ferdinand M. Sacksofsky hat dieses Debakel mal sehr treffend zusammengefasst.
Einen Kommentar hinterlassen6. immernoch nicht den Verantwortlichen gefeuert, oder ihm zumindest mal den Zugang zu Twitter gesperrt.
7. über ihren Twitter-Account, der sonst zwischen 2 und 5 Tweets am Tag absetzt, in den letzten 24 Stunden (Stand 15:45) 114 (!) Tweets rausgeblasen, in der Hoffnung den Hashtag #soedermachts zu fluten, dass ja keiner mehr mitbekommt, dass ihnen das kleine Malheur mit der Domain passiert ist. Dummerweise funktioniert das Internet so aber nicht.
8. alle Tweets völlig generisch und beliebig erstellt, weswegen auch kein einziger genug Engagement erzeugt hat, um den Top-Tweets unter #soedermachts auch nur annährend gefährlich zu werden (insbesondere die Tweets, die man in hoher Frequenz zwischen 1:00 und 5:00 nachts (#primetime) rausgepustet hat).
9. jetzt beschlossen, ordentlich Budget in paid Content zu buttern, damit die Tweets auch ja alle politisch Interessierten erreichen und keiner mehr die Seite von der doofen SPD anklickt. Blöd nur, dass sich bei der CSU scheinbar keiner mit Targeting auskennt und die Tweets, die eigentlich wahlberechtigte Bayern erreichen sollten, reihenweise bei Leuten aus der Politszene in Berlin ankamen.