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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Beschreiben sie Deutschland

So treffend, auch wenn es andersrum mindestens genau so absurd geht. Dann nämlich packen sich Hauseigentümer auf die Wiese vor ihrem Haus, die eigentlich der Stadt gehört, schon mal Holzbarrikaden. Damit diese Wiese von niemand anderem außer ihnen genutzt wird und sie so suggerieren, dass diese Wiese Teil ihres Eigentums sei, das außer ihnen keiner als Parkfläche oder Ähnliches zu nutzen hätte. Wenn die Stadt dann zum Mähen kommt, räumen sie die hölzernen Barrikaden auch schon mal weg. Weil alleine mähen will man dann doch nicht. Die Wiese gehört schließlich der Stadt. Mit Gruß an manche Nachbarn.

*wink*

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Ohne Spuren zu hinterlassen aus einem Geldautomaten 100.000 Euro geklaut

(Foto: TBIT)

In den letzten Jahren häuften sich ja die Nachrichten, dass regelmäßig Bankautomaten gesprengt wurden. Fand ich anfänglich irgendwie spannend. Weil: wer bitte sprengt einen Bankautomaten?! Da geht doch alles kaputt bei! Womöglich auch die Scheine. Schien mir nicht so überzeugend.

Heute eine Meldung aus dem Rheinland-Pfälzischen Lustadt: dort haben sie Tage aus einem Bankautomaten 100.000 Euro geräumt, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen, so dass der Diebstahl wohl auch erst später auffiel. „Die Polizei geht davon aus, dass der Täter über Insiderwissen verfügt und einen entsprechenden Code zur Automatenöffnung kannte.“

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Konfetti-Kanone gegen AfD-Treffen wird zu „Anschlag mit Schusswaffen“

(Foto: • kliempictures)

In einem Heilbronner Lokal fand gestern Abend eine Parteiveranstaltung der statt. 15 bis 20 Vermummte sollen dann mit einer Konfetti-Kanone durch die geöffneten Fenster des Ladens geschossen haben – und das gleich zwei Mal. Es wurde wohl etwas lauter. Die Organisatoren der Veranstaltung meldeten den Vorfall bei der örtlichen Polizei mit den markanten Worten, auf sie sei ein „Anschlag mit Schusswaffen“ verübt worden, was unter anderem zu einem Hubschraubereinsatz führte.

Nachdem die Lokalität mit rotem Konfetti eingedeckt war, kam es anschließend zu Auseinandersetzungen zwischen den unbekannten Unruhestiftern und AfD-Sympathisanten.

Einige der 40 Teilnehmer übten sich anschließend in Selbstjustiz und nahmen die Verfolgung der Vermummten auf. Dabei fiel einer der AfD-Wähler hin und verletzte sich an der Hand.

Das eskalierte schnell.

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Böhmermann crowdfundet Rechtskosten für die „Lifeline“-Besatzung

Da ich immer noch der Meinung bin, dass es sehr viel wichtiger ist, den Tod von Menschen auf der Flucht zu verhindern, als schulterzuckend dabei zuzusehen, wie diese im Mittelmeer ertrinken, finde ich die Arbeit der Flüchtlingsretter im Mittelmeer, die heute schnell mal als „Schlepper“ verunglimpft, gar verleumdet werden, unterstützenswert. Die „Lifeline“ trieb Tage land mit Flüchtenden an Bord durchs Mittelmeer, ohne von irgendwo eine Anlegeerlaubnis zu bekommen. Eine Erlaubnis, die Menschenleben rettet. Die gab es lange nicht. Dieser Umstand sorgt im schlimmsten Fall dafür, dass Menschen an der europäischen Außengrenze sterben, was ja leider schon seit längerem zum Alltag gehört. Das stört innereuropäisch nur leider viel zu wenig Menschen. „Hauptsache uns geht es gut“ und wir müssen uns dieses Elend nicht aus der Nähe ansehen. Ich bin es leid, diesem Niedergang der einst europäischen Werte, eigentlich selbstverständlich menschenrechtlicher Werte zuzusehen, die politisch kaum noch zu zählen scheinen.

Aber: ich bin auch ein bisschen müde. Angesichts des aktuellen innenpolitischen Theaters der großen Egos, das sich weder um Sozial-, Bildungs-, Verkehrs-, Renten- und oder gar der Pflegepolitik zu scheren scheint. Das alles scheint vernachlässigbar, wenn man über Migrationspolitik reden kann, die dann „innenpolitische Flüchtlingskrise“ genannt wird, die objektiv eher eine Krise der soziologischen Empathie und eine der Menschlichkeit an sich zu sein scheint. Fast die gesamte deutsche Politik lässt sich davon treiben und anstatt sich mal locker zu machen und tatsächliche Probleme anzugehen, watet sie durch die stinkende Kloake der AfD und anderer Menschenfeinde und sammelt aus der schön die Bröckchen raus um sie nochmal in den Mund zu nehmen und wiederzukäuen. Klingt eklig. Ist es auch. Sehr. Aber ich schweife ab…

Der Kapitän und die Besatzung der „Lifeline“, die ihr Boot dann mit den Geretteten endlich in einem Hafen in Malta parken konnten, haben nun Ärger mit dem Gesetz, der ganz offensichtlich auf politischer Ebene zu einem Problem gemacht wird. Sie wollen sich dagegen wehren – und das kostet Geld.

Jan Böhmermann hat aus diesem Grund auf Leetchi eine Kampagne gestartet, die die Rechtskosten der Besatzung im Falle von Prozessen decken soll: Rechtskosten für die „Lifeline“-Besatzung. Und ich finde, die haben den besten Rechtsbeistand verdient, der sich für Geld kaufen lässt. Deshalb packe ich da jetzt auch mal ein paar Euro mit ins Töpfchen. Wenn es dazu dient, dass sich die Menschlichkeit gegen die EU vor einem Gericht bewähren muss, dann sehr gerne. Vielleicht dient es dazu, das Werte neu justiert werden, wobei ich da nicht sonderlich optimistisch bin. Mein bescheidenes Gefühl sagt mir, dass das alles noch viel schlimmer werden könnte.

Liebe Internetfreaks,

ich machs mal kurz und unkompliziert: Der Besatzung der „Lifeline“, die zur Zeit auf Malta festsitzt, wurden „rechtliche Konsequenzen“ angedroht, dafür, dass sie 230 Menschen das Leben gerettet hat.

Lasst uns gemeinsam für die beste Verteidigung zusammenschmeißen, die man sich für Geld kaufen kann. Hier mein kleines Video:


(Direktlink)

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Geoffrey, die Toys ‚R‘ Us-Giraffe, sagt mit gepacktem Koffer „Good bye“

Diese Woche endete in den USA die Ära des Spielzeughändlers Toys ‚R‘ Us. Pleite. Auf ziemlich miese Art runtergewirtschaftet. Über 800 Filialen in den USA wurden in diesem Jahr geschlossen. Außerdem alle 100 Filialen in UK. Alle 1758 Toys „R“ Us-Läden wurden weltweit verkauft. Da die 93 Einkaufsmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz profitabel wirtschafteten, übernahm der Konkurrent Smyths Toys aus Irland diese Filialen und den Online-Auftritt. So nicht in den Staaten.

Und dann steht Geoffrey, das Toys ‚R‘ Us-Maskottchen, da irgendwo in einem letzten der schließenden Filialen in den USA und sagt mit gepacktem Koffer „Good bye“.

Gepostet von Rene Johnpiere am Mittwoch, 27. Juni 2018

Hau rein, Geoffrey! Hoffentlich musst du jetzt nicht irgendwo Buletten braten.

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In Amsterdam haben sie eine Gracht trocken gelegt und alles, was sie darin gefunden haben, im Netz archiviert

Ein wahnsinnig gutes Projekt, das alle Schatzsucherherzchen etwas höher schlagen lassen dürfte und von denen es viel mehr geben sollte. Überall.

In Amsterdam haben sie einen Kanal trocken gelegt und alles, was sie darin gefunden haben, wird auf der Seite Below the surface Amsterdam katalogisiert gezeigt. Gestaffelt nach den vermeintlichen Jahren, in denen all diese Gegenstände in dieser Gracht gelandet sind. Und da kam von – 119000 vor Christus bis 2005 wirklich so einiges zusammen. So, wie es wahrscheinlich in vielen Kanälen von Großstädten sein dürfte. Und jedes dieser drölfdutzend Dinge hat eine Geschichte. So gut! Wer also heute nach was vorhaben sollte, sollte da lieber nicht drauf klicken.

Die Seite scheint seit gestern hin und wieder etwas überlastet. Also noch mal aktualisieren, wenn es nicht läuft oder etwas Geduld haben. Die lohnt sich.

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Studenten crowdfunden Urlaub für eine Reinigungskraft ihrer Uni

Herman Gordon arbeitet seit 12 Jahren als Reinigungskraft an der Universität Bristol. Leider ist das Geld, das er dabei verdient, meistens knapp, so dass er nur selten seine Familie in Jamaika besuchen kann. An der Uni schätzt man und mag ihn sehr. Wohl auch um ihm das zu zeigen, haben Studenten der Uni eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die dafür sorgen soll, dass Herman mit seiner Frau mal wieder Urlaub machen kann. In kürzester Zeit kamen so 1500 britische Pfund zusammen, die ihm dann übergeben wurden. Ohne, dass er auch nur den Hauch einer Ahnung hatte. Dementsprechend groß ist die Überraschung.

Und ja, es ist ein Problem, dass Menschen, die jeden Tag arbeiten, sich keinen Urlaub leisten können und Aktionen wie diese lösen das Problem nicht. Aber: es ist dennoch eine Geste der Empathie und der Menschlichkeit, die jemanden Freude bereitet und niemandem wehtut.

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Krokodilkopfattrappe in Badeweiher

(Foto: -Polizeipräsidium Oberbayern Süd/dpa)

Irgendwer hat in der oberbayerischen Gemeinde Eglfing eine täuschend echt aussehende Attrappe eines Krokodilkopfs auf eine Stange montiert und dann in einen Badeweiher gesteckt. Passanten gingen davon aus, dass es sich dabei um ein Krokodil handeln müsste und riefen die Polizei. Also nicht alle Passanten. Ein Mann sprang ins Wasser, um die Echtheit zu prüfen und löste die Chose so auf.

(Foto: -Polizeipräsidium Oberbayern Süd/dpa)
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