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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Keine Sau braucht die FDP!

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Die Brandenburger FDP versucht sich im aktuellen Landeswahlkampf entweder am Galgenhumor oder an der Selbstironie. Vielleicht aber denkt sie auch, dass es endlich an der Zeit wäre, den politischen Realitäten ins Auge zu sehen und gibt als Wahlkampfslogan einzig „Keine Sau braucht die FDP!“ zum Besten. Diese Erkenntnis hat lange gebraucht und wäre dann nach dem 14.09. auch auf Bundesebene nötig. Keine Sau wählt die FDP! Well done, FDP Brandenburg, well done.

Brandenburgs Liberale setzen im Landtagswahlkampf auf den Mut der Verzweiflung. „Keine Sau braucht die FDP!“, prangt es Blau auf Gelb in riesigen Lettern auf den Internetseiten der Partei, für die es bei der Landtagswahl am 14. September um die politische Existenz geht.

Die Vermutung, die FDP sei Opfer eines Hackerangriffs geworden, wusste Landeschef Gregor Beyer schnell zu zerstreuen. Der Anrufbeantworter seines Mobiltelefons meldete sich am Montagnachmittag mit der gleichen Botschaft wie im Internet, um anschließend die „Journalistenkollegen“ für Donnerstag zu einer Presseveranstaltung in die Landesgeschäftsstelle zu laden.
(MAZ Online)

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Fotos von Essen, die als Brechmittel taugen

Fotografien vom Essen können gut aussehen. Sehr gut sogar. Super gar. Im besten Fall hasst man die Fotografen, wenn man ihre Fotos sieht und gerade Hunger hat.

Das es auch anders geht beweisen täglich 739 Fotos auf Instagram. Also nicht in meinem Instagram – da habe ich Derartiges bisher nicht in den Stream bekommen. Aber: irgendwo müssen diese durchaus auch sehr unappetitlichen Fotos ja herkommen. Und ich will nicht mal sagen, dass diese „Gerichte“ per se nicht schmecken würden, sie sind eben nur verdammt beschissen fotografiert.

Textautomat hat sich mal auf deutschen Kochseiten umgesehen und mit den so gar nicht so leckeren Fotos ein Tumblr gefüllt: Amateurkochfotos. Da wäre mir Kartoffelsalat in 739 Variationen lieber. Aber ich habe auch gerade keinen Hunger. Womöglich ginge der auch weg, wenn ich derartige Fotos bei solchem sehen würde. Guten Appetit!

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(Töginger Kaninchenläufe auf Chefkoch.de)

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Neonazis bei der Bundeswehr

Der Militärische Abschirmdienst hat für das Jahr 2013 309 mutmaßlich rechtsextremistische Vorkommnisse von Bundeswehrsoldaten überprüft. Das sind weniger als im Jahr 2012, was die Sache an sich nicht besser macht.

Es wurde ein jüdischer Friedhof von Soldaten geschändet, in Bayern gab es einen Übergriff auf eine Asylbewerberunterkunft bei dem Bundeswehrangehörige in das Wohnheim eindrangen und sowohl auf die Wäsche als auch in die Waschmaschine der dort lebenden Flüchtlinge urinierten.

Außerdem mögen einige Bundis die Musik von Landser und/oder Sleipnir. Andere posieren schon mal mit dem Hitlergruß und verteilen Fotos davon in sozialen Netzwerken.

Sämtliche Vorfälle wurden nach Angaben der Bundesregierung „disziplinar gewürdigt“. Aber nur drei Soldaten seien zweifelsfrei als Neonazis überführt und vorzeitig aus dem Dienst entlassen worden.

[…]

Der Militärische Abschirmdienst enttarnte 2013 außerdem sieben Soldaten als Islamisten. Vier von ihnen mussten die Truppe vorzeitig verlassen. In einem weiteren Fall fiel ein Obergefreiter wegen seiner Nähe zu einer extremistischen Organisation im Ausland auf. Linksextremisten entdeckte der MAD nicht.

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Flugzeug-Klos durch Drogen verstopft

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(Foto unter CC BY-SA 2.0 von byungkyupark)

Auf einem australischen Inlandflug hat ein Flugbegleiter netterweise davor gewarnt, dass nach der kommenden Landung auf dem Zielflughafen in Sydney eventuell Drogenspürhunde auf die Reisenden warten könnten, und meinte wohl, „Alles was Sie nicht bei sich haben sollten, sollten Sie besser jetzt loswerden“. Viele Möglichkeiten, Dinge loszuwerden, die man nicht bei sich haben sollte, gibt so ein Flieger ja nicht her, weshalb zahlreiche Passagiere, die zuvor das Indie-Festival „Splendour in The Grass“ in Byron Bay (New South Wales) besucht hatten, Substanzen, die sie „besser nicht dabei haben sollten“ in den Bord WCs zu entsorgen versuchten. Das führte dazu, dass innerhalb weniger Minuten sämtliche Klos verstopft waren. So kann es gehen.

Die Fluglinie, die zu Qantas gehört, entschuldigte sich am Mittwoch offiziell für diesen Vorfall: Der Flugbegleiter hätte seine Worte nicht richtig gewählt – er hätte nur auf die strengen Einfuhr-Bestimmungen zwischen den Bundesstaaten hinweisen sollen, die sich auf bestimmte Pflanzenarten und Früchte beziehen.

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Wie Deutschland hinterhersurft

Schöner Beitrag von Frontal 21 über den lange versprochenen Breitbandausbau der Bundesregierung. Ich sitze hier in Brandenburgs Landeshauptstadt mit 6 Mbit/s, weil mehr hier, etwas außerhalb der Innenstadt, nicht geht. Tagsüber auf Arbeit in Potsdam-Mittelmark schaffe ich es gerade mal auf 2 Mbit/s, weil mehr dort nicht geht. Und da kann man _jedes_ Vimeo-Video schlicht auslassen, weil es einfach nicht geht. Ronny, Blogger, bloggt immer mit weniger als 7 M/Bits.

Bis 2014 sollten 75 Prozent aller deutschen Haushalte mit Highspeed-Anschlüssen surfen, versprach die Kanzlerin vor fünf Jahren. Doch von diesem Ziel ist Deutschland inzwischen weit entfernt.

“Ein Fjord [in Skandinavien] hat eine bessere Internet-Anbindung als Berlin-Mitte.” Bei Angela Merkel in der Uckermark geht das aber lustigerweise.


(Direktlink, via Netzpolitik)

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Über Kommentarkultur und Meinungsfreiheit

Ich hatte dazu hier oft genug was, nun hat die Frankfurter Rundschau einen durchaus lesenswerten Artikel, der noch ein bisschen weitergeht: Im Land der „gleichgeschalteten Medien“. Es geht dort auch um die Kommentare, die es hier erst gar nicht durch die Moderation schaffen.

Der Schrei über Zensur ist vollkommen deplatziert, denn Zensur kann nur dort greifen, wo es um das Grundrecht der Meinungsfreiheit geht. Und an diesem Punkt verwechseln viele User die Kommentarspalten im Internet mit dem Tresen ihrer Stammkneipe. Hier sei beispielhaft ein Telefonat mit einem erbosten Leser erwähnt, der sich über das Löschen diverser Postings beschwert hatte:

„Das ist ein Fall für den Presserat, ich kenne mich juristisch aus. Das ist Meinungsfreiheit, die Sie da untergraben.“ – „Nein“, muss da die Redakteurin erklären, „die inhaltliche Hoheit eines Online-Auftritts liegt einzig bei der Redaktion. Die bestimmt über die Netiquette den Diskussionsrahmen. Auf der Straße können Sie sagen, was Sie wollen.“

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Über Nacht von der Straße verschwunden: Kunstaktion aus 54.000 Ein-Cent-Münzen


(Direktlink)

Der Darmstädter Künstler Ralf Kopp hat in Frankfurt 540 Euro in Form von Ein-Cent-Münzen auf die Straße gelegt, die in ihrer Summe das Wort „Vertrauen“ ergaben. „Ein Experiment mit offenem Ausgang“, wie er selber sagte. Er wusste nicht genau, was dort passieren würde und gab der Aktion 14 Tage. In der ersten Nacht allerdings wurde die gesamte Kohle von irgendwem eingesackt. Kopp gibt sich trotzdem zufrieden.

Die Ein-Cent-Stücke bildeten die jeweils einen Meter hohen und einen halben Meter breiten Buchstaben. Kopp wollte mit dieser Kunstaktion die Verführbarkeit von Passanten testen. Er habe vorher keine genaue Vorstellung von dem gehabt, was passieren könne, sagt er. Das Projekt sollte testen, ob „Vertrauen“ stärker sei als die Gier nach Geld.

[…]

Den Großteil des Geldes haben vier Jugendliche abgeräumt. Allerdings steckten sie es nicht in die eigene Tasche, sondern in die Plastiktüte eines Obdachlosen.

„Ich habe mir gewünscht, dass Menschen es einstecken, die es wirklich nötig haben. Schön, dass das nun wenigstens zum Teil in Erfüllung gegangen ist.“


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