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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Die ein Papstbild zerreißende Sinéad O’Connor als Hampelfrau

Bei einem Auftritt am 3. Oktober 1992 zeriss Sinéad O’Connor in der Sendung „Saturday Night Live“ im amerikanischen Fernsehen vor laufenden Kameras ein Bild von Papst Johannes Paul II. Ich erinnere mich gut daran, dass das als dicker Skandal verbucht wurde. Mick Minogue erinnert sich jetzt in Form einer Hampelfrau an eben genau jenen Auftritt vor 21 Jahren.

Vorteil daran: immer wenn man die Strippe wieder loslässt, klebt sich das Papstbildnis quasi von alleine wieder zusammen.


(Direktlink, via Dangerous Minds)

Ein Kommentar

Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg versauen die Kinder

Bibi-Blocksberg

Meint Professor Dr. Gerd (Andreas) Strohmeier in seiner Analyse in der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ für die Bundeszentrale für politische Bildung.

Ich mag Bibi Blocksberg ja sehr, noch lieber aber ist mir Pipi Langstrumpf. Über die schreibt er nichts. Aber das hier reicht ja auch schon. Pädagogisch „wertvoll“ sind die Hörspiele in seinen Augen nicht und schaden tendenziell sogar der politischen Sozialisation von Kindern. Ja nun.

So schreibt er:

„Die Hörspiele von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg haben häufig explizite politische Inhalte zum Gegenstand. Da in den Geschichten sehr oft ein politischer Bezug hergestellt wird, auch wenn dieser nicht zwingend notwendig erscheint,[36] bestimmte politische Inhalte (Umweltprobleme) immer wieder thematisiert werden und die von den Hörspielheldinnen und Helden sowie deren Freunden vertretenen politischen Positionen relativ eindeutig einem politischen Spektrum zugeordnet werden können, ist anzunehmen, dass die von den Blümchen- bzw. Blocksberg-Hörspielen bewirkten politischen Sozialisationsprozesse zum Teil durchaus beabsichtigt sind. Somit ist davon auszugehen, dass sie – neben latenten politischen Sozialisationsprozessen – auch manifeste politische Sozialisationsprozesse bewirken. Im Folgenden wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Hörspiele von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg – im Rahmen ihrer (vermutlich beabsichtigten) Vermittlung expliziter politischer Inhalte – den kindlichen „Komplex von Einstellungen, Kognitionen, Wertvorstellungen und Gefühlen gegenüber dem politischen System, Politikern, politischen Institutionen“[37] beeinflussen und welchen Beitrag sie dabei zur Erreichung des normativen Ziels politischer Sozialisation in pluralistischen Demokratien leisten, d.h., inwiefern sie die Entwicklung des politisch mündigen Bürgers fördern. Dabei wird allerdings nicht die konkrete Wirkung dieser beiden Hörspiele auf Kinder analysiert, sondern nur das ihnen inhärente politische Sozialisationspotenzial illustriert.

[…]

Kurz: Die „richtigen“ politischen Positionen bzw. Verhaltensweisen sind ökologisch, postmaterialistisch, basisdemokratisch, kritisch, zivilcouragiert, pazifistisch, sozial, antikapitalistisch, egalitär, tendenziell anarchisch bzw. antistaatlich, antihierarchisch, antiautoritär und antikonservativ; mit anderen Worten: „links“ der politischen Mitte (linksliberal bis linksalternativ).

[…]

Äußerst bedenklich ist allerdings das überwiegend negative und militärische Image der Polizei bzw. die Darstellung, dass die Polizisten grundsätzlich lächerliche und inkompetente Handlanger der Politik sind, die unreflektiert eine unsinnige Pflicht tun.

[…]

Trotz des großen Erfolgs der Hörspiele von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg ist insgesamt festzustellen, dass diese die Entwicklung politisch mündiger Bürgerinnen und Bürger kaum fördern, wenn nicht sogar behindern. Denkt man an die oben dargestellte Bedeutung von Kinderhörspielen für die politische Sozialisation, den langjährigen und großen Erfolg der beiden Hörspielhelden sowie auch an die Ausstrahlung ihrer Geschichten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ZDF und KI.KA),[84] so ist diese Kritik keineswegs unbedeutend. Kinder hören bei den Blümchen- bzw. Blocksberg-Hörspielen keineswegs nur lustige Geschichten eines sprechenden Elefanten und einer kleinen Hexe, sie „hören mehr, und das, was sie hören, sollte mehr Aufmerksamkeit verdienen“[85].

Na gut, dann ab heute Abend für die Kinder wieder Pipi Langstrumpf.
(via Anne)

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Elektrosmog zum Sehen in Montreal

Jean-Pierre Aubé hat sich mit einem Radio und einer Antenne durch die Frequenzen in und um Montreal gehört. Das, was ihm da so unterkam, hat er mit einer Software hinter Bilder der Stadt gelegt. Das ganze soll Elektrosmog sichtbar machen, was es ja wohl hoffentlich auch tut, auch wenn mir der wissenschaftliche Wert der ganzen Kiste nicht recht klar werden will.

Gut aussehen tut dieses audiovisuelle Experiment allemal und er hat dafür die ganze Welt bereist.

http://vimeo.com/62330832
(Direktlink, via The Last Beat)

Ein Kommentar

Das Label von Klangkarusell lässt das Entstehungs-Sampling-Video zu „Sonnentanz“ löschen

Da möchte man bei UMG (Die GEMA wird in dem Fall mal wieder nur vorgeschoben) also nicht, dass die ganze Welt weiß, wie es zu dem Hit von Klangkarusell kam. Die haben das Video der womöglich wahrscheinlichen Entstehung also mal eben löschen lassen. Und erst das macht die ganze Angelegenheit erst so richtig peinlich. Das Nutzen von Samples dieser Art ist gemeinhin erlaubt, die UMG wird wohl argumentieren, dass für das Video die originale Nummer von Klangkarusell verwendet wurde. Rechtlich also alles ganz eindeutig.

Egal, souverän geht anders – von der Ironie, die die Nummer mit sich bringt mal ganz zu schweigen.

Bildschirmfoto 2013-03-29 um 18.21.07


(via Blogrebellen)

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Ein Kinderspielzeug bei dem ziemlich hässliche Babys in Wasser aus Eiern schlüpfen

Irgendwo da draußen gibt es also ein Kinderspielzeug, das in der erstmal völlig unverfänglichen Form eines Eis daherkommt. Dieses legt man für 15 Stunden in Wasser und dann schlüpft da ein Baby in einer etwas sehr merkwürdigen Form und einer wahrscheinlich ebenso ominösen Konsistenz heraus. Weil das ja eben so ist mit den Menschenkindern. Die kommen aus einem Ei und werden dann vom Wasser gebrütet, um beim Schlüpfen auszusehen wie Quasimodos Verwandte erster Linie. Mit Pickeln überall.

Keine Ahnung, wer auf diese Idee gekommen ist, aber sie scheint zumindest mir selten bescheuert zu sein. Werden doch die Kinder womöglich Fragen stellen wie „Mama, in welchem Glas wurde ich ausgebrütet?“

Um das alles abzukürzen: What the fuck is that?!

about a week ago i found this in a goodwill, one of those “grow in water” toys but

there’s no pictures of what might be inside besides the awful baby clipart, and i am insanely curious about whats actually in the egg

15 hour adventure starting now

(via Wow)

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Schon 1969 wusste man: Sex ist mies, Beat ist mies

Ich hatte einen kurzen Ausschnitt aus diesem Video bereits 2009 schon mal verbloggt, Floyd, der Jungspund, hat den jetzt noch mal ausgegraben und auch die längere Variante davon gezeigt. Die beweist: Alles ist irgendwie sexualisiert und Sex ist mies. Und Beat auch, weil der auch irgendwie Sex und somit mies ist. Eine Bürgerinitiative im Jahr 1969. Stellt euch vor, man hätte den damals den Techno und die damit verbundenen Bilder der 90er gezeigt. Ha!


(Direktlink)

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Doku: Die Nazi-Braut – Das Geheimnis der Beate Zschäpe

ZDF Doku aus dem Februar.

Beate Zschäpe, die mutmaßliche NSU-Terroristin, muss sich ab Mitte April unter anderem wegen Mittäterschaft an zehn Morden verantworten. Welche Rolle spielte die 38-Jährige wirklich? War sie das von den Medien hochsexualisierte „Nazi-Luder“, die bauernschlaue Überzeugungstäterin oder gar die disziplinierte und eiskalt kalkulierende Mörderin? Der „Nationalsozialistische Untergrund“ — eine Zelle aus Rechtsterroristen — tötet unerkannt zehn Jahre lang Einwanderer mit gezielten Todesschüssen und heimtückischen Nagelbomben. Nachdem die Terrorgruppe von der Polizei gestellt wird, nehmen sich zwei der drei Mitglieder das Leben.


(Direktlink)

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