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Kategorie: Kopfkinomusik

Aphex Twin mercht jetzt Teletubbie-ähnliche Come-to-Daddy-Kuscheltiere, Regenschirme, Badehandtücher und Babystrampler – vielleicht


Ich bin meistens nicht wenig irritiert von dem, was Aphex Twin im Netz so als Promo-Move veranstaltet. Auch, weil das so sein soll, weil der Mann die Irritation als Agenda vor sich herschiebt. Sie ist Teil seines künstlerischen Ausdrucks. Schreib ich jetzt eben mal so dahin. Wissen wir auch alle.

Aber der heutige Move ist dann doch schon irgendwie anders: Richard D. James hat neue Merch-Artikel von sich angekündigt, die es limitiert online und ansonsten nur in zwei Shops in der Welt geben wird. Darunter Regenschirme, Badehandtücher, Fußmatten, Babystrampler und Teletubbie-ähnliche Come-to-Daddy-Kuscheltieren! Und mit denen hatte er mich dann auch. Mit ironischem Blick auf den Kapitalismus. Aber vielleicht verarscht er uns alle einfach mal wieder. Wobei so ein Badehandtuch…

aphextwin.lnk.to/sign-up

Available in store:
Bleep x, London, 10am, 24 November
Joint Harajuku, Tokyo, 12 Noon, 1 December

Limited availability online:
PM GMT, Saturday 24 November, While stocks last

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Ein Album über Schlaflosigkeit gegen Schlaflosigkeit: bvdub – Nights of Nine Vigils

Ambient-Mastermind bvdub leidet seit Jahren unter Schlaflosigkeit und nimmt dagegen Medikamente, die er eigentlich nicht mag. Er beschreibt den Zustand der Schlaflosigkeit als Qual und weiß, dass auch andere darunter zu leiden haben. Auch Kinder.

I have insomnia. I take medication that makes me sleep. Without it I will not. It is a reality I came to terms with nearly fifteen years ago, after trying every other method possible for decades before, each more self-destructive than the last. It is part of who I am. Some people are born with a disease. An affliction the pure luck of the draw that is birth has bestowed upon them. For some reason insomnia, like anxiety, depression, or so many other matters of the mind, is deemed something that can simply be changed through sheer will. It is not. And no one, in their right mind or otherwise, would choose to put themselves through the inexplicable torment of not sleeping if they had the choice.

Während seiner Schlaflosigkeit hat er dieses Album aufgenommen, das er nicht als heilendes Mittel versteht, aber versucht sich dadurch auszudrücken, seine Befindlichkeit zu teilen.

Dieses Album erzählt die Geschichte einer seiner schlaflosen Nächte. Die Tracks entstanden zu jener Zeit, nach der sie hier betitelt sind und wurden alle in einem One Take aufgenommen.

50% der Einnahmen des Albums werden an die Children’s Sleep Charity in Großbritannien gespendet, die weltweit einzige Wohltätigkeitsorganisation dieser Art, die ihren gesamten Fokus und ihre Ressourcen zur Unterstützung von Kindern mit Schlaflosigkeit aufwendet.


(via Rantadi)

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In 4K und zu Phaeleh in Echtzeit um die Erde

Aus der Perspektive eines Astronauten einmal um die Erde schweben. Dieser Film von Seán Doran macht es möglich. Aus Perspektive der ISS. In 4K – und zu dem Sound von Phaeleh. Space Night 2018, wenn man so will – und immer noch verdammt großartig!

Meditate on the beauty of our home.

Orbit is a real time reconstruction of time lapse photography taken on board the International Space Station by NASA’s Earth Science & Remote Sensing Unit.

The structure of the film is built around a nested selection of Phaeleh’s last three albums; Lost Time, Illusion of the Tale & Somnus. The tone & pacing of each track influenced the choice of material used.

Typically each time lapse sequence was photographed at 1 frame per second.

Each sequence was processed in Photoshop. A dirtmap was made in order to repair dust, blemishes and hot pixel artifacts that would otherwise confuse the re-timing phase of the workflow resulting in strobes and distracting blurs.

Image processing techniques were used to emphasize features on the Earth’s surface. Every sequence consists of a number of layers that when masked, processed & blended correctly produce the final look of each shot.

To make sure each sequence was recreated faithfully to the actual rate of speed observed I referenced time-stamps on the first and last frame in the sequence and used frame interpolation software to produce the other 59 frames.

The length of the film is exactly the length of time it takes ISS to orbit the Earth once, 92 minutes & 39 seconds.


(Direktlink, via FernSehErsatz)

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Doku: London’s Burning – Campino auf den Spuren des Punk

Man kann von Campino halten, was man will, aber unabhängig davon, dass die Hosen mit „Opel Gang“ eines der wichtiges deutschen Alben gemacht haben, kann ihm wohl kaum einer seine Kompetenz in Sachen Punkgeschichte absprechen wollen. Für diese Doku hat er sich auf eine Reise in die Entstehungsgeschichte des Punk begeben.

Als das britische Establishment besorgt schien, weil es fürchtete, die Beatles und die 60er-Generation würden Grundwerten wie Respekt und Ehrerbietung den Garaus machen, so hatte es schon erst recht nicht mit dem gerechnet, was da noch kommen sollte: denn die Punk-Haltung hieß kurz und knapp: „Fuck you!“. Mit dem Slogan „No Future!“ und mit einer genialen Mischung aus Chaos, Sex, Drogen und lauter Musik wollten die Punker mit Schock die Welt verändern. Wie alle sinnvollen Jugendbewegungen zuvor auch, kombinierte Punk kraftvolle Musik mit sozialpolitischen Kommentaren – was manch Mächtigen zittern ließ und Eltern in den Wahnsinn trieb. Der Punk-Stil war ein brodelndes Durcheinander von Politik und Posen, von Provokation und Gegensätzen. Im Sommer 1977 hatte Punk das Silberjubiläum der Königin in den Schatten gestellt, die Spitze der Charts erklommen und darüber hinaus alle bisherigen Rockgötter als obsolet erklärt. Von da an waren die Gesellschaft und das Musikgeschäft nicht mehr dieselben. Präsentiert wird die popkulturelle Wallfahrt in die 70er Jahre von Campino, Frontmann der Band Die Toten Hosen. Sie gelten nicht nur als Urgesteine der deutschen Punkbewegung, sondern veröffentlichten 1991 auch das sagenumwobene Album „Learning English: Lesson One“. Campino führt den Zuschauer zu geschichtsträchtigen Orten und trifft Rebellen und Musiker wie Bob Geldof, Viv Albertine, Tony James und TV Smith. Er erzählt über sein Leben als Punk in Düsseldorf Ende der 70er. Zahlreiche Ausschnitte aus Konzerten der 70er zeigen, mit welch roher Energie die neue „Do-it-yourself“-Musik einschlug.

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Erobique in der Hörbar Rust

(Foto: Robin KrahlCC BY-SA 4.0)

Der großartige Carsten „Erobique“ Meyer war gestern Nachmittag zur Gast in der Hörbar Rust. Ich konnte nur die erste halbe Stunden hören und bin froh, den Rest davon jetzt im Netz nachholen zu können. Auch, wenn hierbei die Musik fehlt.

Niemand kommt als Erobique zur Welt, nicht mal Carsten Meyer – der Mann, in dem die taz den vielseitigsten Entertainer der Republik sieht. Man muss nicht unbedingt bei seinen Live-Gigs anwesend sein, um das nachzuvollziehen, aber es hilft. Denn diese strahlenden Gesichter, verschwitzten T-Shirts und tanzenden Füsse sieht man sonst nur auf Privatpartys gegen 5 Uhr morgens. Erobique hat eine lange musikalische Vita, von der Bandnamen wie International Pony, Salamander Meyer oder Einbahnstrasse zeugen. Geboren wurde er in Sarbeck, Westfalen. Als ihm das benachbarte Münster zu klein wurde, …


(Direkt-MP3)

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KLF kündigen an, eine Pyramide aus Ziegeln zu bauen, die mit der Asche von 34.592 Toten gefüllt sind

Neues von KLF: MuMufication. Jimmy Cauty und Bill Drummond haben angekündigt, eine Pyramide aus Ziegeln bauen zu wollen, die mit der Asche von 34.592 Toten gefüllt sind.

Der Bau der Pyramide soll am 23. November in Toxteth, Liverpool, beginnen. Es wird eine feierliche Veranstaltung geben, an der Jimmy Cauty und Bill Drummond teilnehmen. Laut der Ankündigung der Gruppe „gibt es tagsüber und nachts möglicherweise andere Vorkommnisse.“ Auch wird es kostenlosen Tee und Hackfleischpasteten geben.

The Justified Ancients of Mu Mu are building a pyramid.
The pyramid will be constructed of 34592 bricks.
Each brick in the pyramid will contain the ash of a dead person.
This process is called MuMufication.

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Im Bunker Berlin zu Beginn der 1990er

Ich war Mitte der 90er 3-4 mal im Bunker Berlin und kann mich an nicht mehr viel erinnern. Ist ja schon so lange her und es waren halt die 90er. Ich weiß nur, dass es für mich zu dieser Zeit geilere Läden gab, aber auch das war in Berlin damals ganz normal.

Hier ein Blick in den sagenumworbenen Bunker im Jahr 1992.


(Direktlink, via Tanith)

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