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Kategorie: Visuelles

Schönheitsoperationen an Comic-Figuren

Acme Aesthetics schreibt über sich selber, sie wären die „führenden Cosmeticomic-Spezialisten in Los Angeles.“ Das glaube ich gerne. Um das unter Beweis zu stellen, zeigen sie in ihrem Tumblr einige ihrer durchaus populären Kunden als Vorher-Nachher Gegenüberstellung. Zu dieser gibt es dann eine kurze Info, wer von denen was hat machen lassen. Leider schon lange nicht mehr aktualisiert, trotzdem ziemlich großartig!

We are the premier cosmeticomic specialists in Los Angeles, CA. Providing the latest medical technologies and beauty-enhancing procedures for our discerning clientele, Acme Aesthetics is here to help you look and feel your best. Contact us today for a free, no-risk consultation.

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(via this isn’t happiness)

Ein Kommentar

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Da bin ich nun am Schwarzen Meer, sitze in einem Hotel, welches seinen Platz ziemlich genau zwischen der Ein- und Ausflugschneise des doch überschaubaren Flughafens hat. Alle zehn Minuten kommt ein Flieger rein, alle zehn Minuten geht einer wieder raus. Immer im Wechsel. (Flieger kommt rein.) Ein großes Linienflugzeug, ein kleiner Jet in Art einer Fokker, oder dieser kleinen Privatjets, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Immer im Wechsel und schon so ziemlich tief über dem Kopf. Der Flughafen ist ziemlich nahe dran, wir sind hier ziemlich zentral untergebracht.

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Sotschi zieht sich gut 100 Kilometer an der Küste entlang und das hier ist wohl nicht mal in der Nähe des eigentlichen Zentrums. Aber es fühlt sich so ein bisschen so an. Wir sind heute in 9 Stunden gefühlt 25 Kilometer gelaufen. (Flieger geht raus.) Diesen Teil der Stadt gibt es offensichtlich schon seit langer Zeit. Nicht, wie in der Nähe des Olympia Parks, wo fünf ganze Stadien auf relativ engem Raum nebeneinander stehen, was ein perfektes Ziel abgeben könnte und nicht wie in der Nähe das Bahnhofs Sotschi Adler, der auch erst neu gemacht wurde. Wir sind hier genau dazwischen, hier ist alles lange schon so. Bis auf die Fassaden der direkt am Strand stehenden charmanten Ferienwohnungen mit Seeblick, die man aktuell immer noch auf neu zu polieren versucht, obwohl klar ist, dass das bis Morgen nicht mehr zu schaffen ist. Man versucht da jetzt so Fliesenplatten an die Fassaden zu hängen. Zweifarbig. Unten Weiß und oben in so einem Terrakotta-Braun. Ganz mediterran und so. (Flieger geht raus.) Wir sind schließlich am Schwarzen Meer, vielleicht erwarten das einige dort so. (Flieger kommt rein.)

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Dabei schadet das ein wenig dem charmanten Flair. Die Wohnungen wirken eben nicht so, als wären sie nur einer privilegierten Schicht vergönnt, sondern auch denen, die es allgemein nicht ganz so dicke haben. Zumindest hier. Kleine aneinandergereihte Bungalows mit zwei Etagen, die obere mit Meerblick. Weiter Richtung Olympia Park sieht das schon ganz anders aus. Neubauten neben Neubauten auf mehreren Etagen. Einige davon noch nicht ganz fertig, die, die fertig sind haben so große Fensterfronten, dass man weiß, was da jede Menge Geld für hinzulegen war. Ganz am Fuße: Mc Donalds. (Flieger kommt rein.)

Überhaupt lebt dieser kleine Stadtteil von seinem Charme. Viele kleine bis ganz kleine Häuser, die über die Jahre hinweg irgendwie zusammen improvisiert worden sind. Mit überdachten Terrassen und Palmen im Garten. So, wie ich das in Montenegro schon kennengelernt habe oder auch im Umland von Neapel sah. Wir scheinen offenbar Glück gehabt zu haben mit der Lage unseres Hotels – oder andere Pech. Hier sieht es womöglich schon lange so aus, Ausnahmen bestimmen das Stadtbild.

Ich habe am Rande mitbekommen, (Flieger geht raus.) dass sich irgendwelche Journalisten über die baulichen Zustände der Stadt oder besonders dem ihrer Hotels lustig machen und ihre Berichterstattung darauf beschränken. Hätten die Pfeifen sich irgendwo gediegen und nicht nur Olympia-fokusiert eingebucht, hätten sie das womöglich nicht (Flieger kommt rein.). Aber das würde der doch so gerne herausgekehrten westlichen Arroganz wohl kaum Futter geben. Mag ja sein, dass das kurz lustig war – mittlerweile erscheint es zumindest mir ziemlich albern.

Schließlich sind wir in Russland. Improvisation gehört hier zum Lebensgefühl, Bauschaum ist alles und Olympia fängt schließlich Morgen erst an! Das heißt, die Jungs und Mädels haben noch gut 22 Stunden Zeit fertig zu werden. Die werden sie nutzen. Und die werden sie auch brauchen, selbst wenn dann noch so einiges liegen bleiben dürfte. Aber so what?!

Hier wird jetzt noch fleißig Rollrasen gelegt, es werden Primeln gepflanzt und Palmen in die Erde gegraben. Manche Baustellen, die schon als Shopping-Meile in den Olympiakarten verzeichnet wurden, hat man jetzt unfertig aufgegeben. Die müssen bis nach Olympia warten. Jetzt wird sich hier auf das Wesentliche beschränkt. Alles soll irgendwie schön aussehen und wenn das nur von weitem der Fall ist. (Flieger geht raus.)

Die Olympiastätte an sich macht einen fertigen Eindruck, offenbar stand das darum gebaute Sicherheitssystem als aller erstes. Überall in der Stadt stehen Bullen. Und ich meine wirklich überall. Auf Kreuzungen, vor Hotels, neben Bahnlinien, unter Autobahnbrücken, am Strand. Also überall meint wirklich überüberall. An Knotenpunkten kommt dann noch Armee dazu. In Vollausrüstung bewaffnet. Im Olympia Park selber laufen dann auch noch Spezialeinheiten Streife. Man will hier nichts an- bzw. abbrennen lassen. Ob das ein sicheres Gefühl gibt? Nein. Eher im Gegenteil, aber Präsenz scheint hier zum Sicherheitskonzept zu gehören. Was sollen sie auch machen? Ich wette, dass selbst oben in den von hieraus sichtbaren Gebirgszügen alle 200 Meter ein Posten steht, um zu verhindern, dass irgendwer von da aus Ziele ins Visier nehmen könnte. (Flieger geht raus.) Dass genau das hier ein Thema ist, lässt sich nicht übersehen. Selbst in die Bahn kommt man nur mit einer Sicherheitsschranke mit Metal-Scanner und Abtasterei. In die Stadien sowieso. Aber die Wachen sind zärtlich bisher. So viel ist auch noch nicht los, was sich allerdings Morgen ändern dürfte. Dazu hat jeder, der dann irgendwo rein will, einen auf sich personalisierten Besucherpass, ohne den hier gar nichts geht. Ob das Morgen noch so sein wird, wenn aus den 100en Zehntausende werden, ist fraglich, aber ich gehe davon aus, dass die alles daran setzen werden, ihre Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Und Geduld wird hier zur Tugend. Für eine Eintrittskarte muss man schonmal eine Stunde anstehen. Haben wir heute gemacht (Flieger geht raus.) und keiner scheint sich daran zu stören, zumindest keiner der russischen Besucherinnern.

Ansonsten essen wir hier abends sehr russisch in einer alten Kantine am Strand, die primär russisch besucht ist, und kiloweise Fleisch am Spieß vom Grill mit einer Apfeltomatensoße anbietet, nachdem man irgendwie kommunizieren konnte, was man haben wollte, und haben furchtbar reduziertes Frühstück. (Flieger kommt rein.)

Dafür gibt es Birnenbrause, einen halben Liter ziemlich guten Vodka für 4 Euro und direkt unterm Fenster eine Russendisko, die die halbe nacht russischen Jazz mit russischem Pop und moderner, ich vermute russischer Klassik, mixt. Es könnte weitaus schlimmer sein. Und Russland ist nunmal speziell. Speziell und schön. Ja, auch das. Ein Flieger geht raus, ein weiterer kommt rein und es wird die ganze Nacht so weiter gehen.

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Magic Eye Musik Video: Young Rival – Black Is Good

Kennt ihr noch diesen Hype um Magic Eye Bilder? In den 90ern waren die in fast jeder Zeitung und alles gaffte wie blöde darauf in der Hoffnung, auch das sich versteckende Motiv erkennen zu können. Manchmal klappte das recht schnell und gut, manchmal aber auch nicht.

Jared Raab jedenfalls hat mit dieser Stereogram-Technologie jetzt ein Video für die Band Young Rival gemacht. Das geht ziemlich auf die Augen. Und wie das mit den Stereograms schon in Druckform war: es nicht nicht ganz unanstrengend dort auch was erkennen zu können – manche sehen hier nichts.

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Empfohlen ist Vollbild. Ich guck mal noch, ob ich das hinkriege.


(Direktlink, via reddit)

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Eine 7″ Schallplatte, die eine Animation spielt

Die Engländer von Sculpture haben eine Picture Disc veröffentlicht. Soweit, so unspektakulär. Der Sound ist in englischer Tradition eher verkopft und verkünstelt. Die Platte an sich ist das allerdings auch, was der Angelegenheit zweifelsfrei zu Gute kommt. Dreht die 7″ sich nämlich auf dem Teller, zeigt sie eine Zoetrope-artige Animation. Ziemlich kuhle Kiste.

http://vimeo.com/85107599
(Direktlink, via Colossal)

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Fotos alter Rockstars mit aktuellen Band-Shirts

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Der Brasilianer Butcher Billy, hat Fotos alter Rock-Idole mit aktuellen Bandshirts zusammengebracht. So trägt Pink Floyd ein Shirt von Radiohead, David Bowie steht auf Nirvana, und Gene Simmons von KISS steht auf Miley Cyrus. Auch klar.

The story of band t-shirts started in the 60’s and 70’s when hard rock had its heyday. Die-hard fans, who religiously supported their favourite acts, showed it to the world by wearing the fittingly ugly merchandise.

That continued in the next decades spreading to all genres of pop music that could generate a fandom, and eventually even rockstars started using t-shirts featuring their own music heroes, proudly reverencing to the world the past influences to their creative process.

This is a series that reverses the natural course of pop culture hierarchy – the influencer will sport the shirt of the influenced – completely messing with space time continuum and raising the question:

Bands and musicians that became hugely influential in music history – would they, when alive or in an early stage of their careers, support the new acts that came decades after inspired by their own legacy?

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(Bilder unter CC von Billy Butcher, via Atomlabor)

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Timelapse ohne Kitsch: Urbex

Diese Timelapse-Videos von Sternenhimmeln, Nationalparks, Sonnenauf- und Untergängen nerven so manchen ja mittlerweile. Auch weil die meisten davon ziemlich mit Kitsch überladen um die Ecke kommen.

Benjamin Sichert hat vielleicht auch deshalb mal was Anderes gemacht. Er ist in eine verlassene Universität, ein verlassenes Kraftwerk und in einen alten Kühlturm gegangen, der – Überraschung – auch verlassen vor sich hingammelt. In diesen Locations hat er dieses, wie ich finde, ganz großartige Timelapse aufgenommen. Hierbei paart er den baulichen Verfall mit optischem Hochglanz der Aufnahmen. Habe ich so noch nicht gesehen. Klasse!


(Direktlink)

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Zu Tode schminken und zurück

Emma Allen hat für diesen kurzen Stop Motion Film fünf Tage gebraucht. Vermutlich auch jede Menge Schminke. Nice. „An animated self-portrait exploring the idea of rebirth and illustrating the transfer of energy from one incarnation to another. I painted this stop frame animation on myself over 5 days, using some face paints, a mirror and a camera.“


(Direktlink, via reddit)

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Oh, Summer

Ich mag den Winter nicht. Gar nicht. Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich ihn ein für alle mal abschaffen. Unserer Politik kümmert sich darum ja nicht. Nicht mal das. Ich bin fast so weit, eine Petition gegen den Winter zu starten, die dann drölf Millionen Leute unterschreiben würden. Dann müsste die Politik ja endlich mal reagieren! Ja.

Warum ich den Sommer sehr viel lieber habe als den grottigen und kalten Winter, fasst Benjamin Dowie in diesem Video ganz wunderbar zusammen. Da fehlen zwar noch saftige Wiesen, auf denen man barfuß tanzen kann, und Festivals auf denen Leute auf saftigen Wiesen barfuß tanzen, aber grundsätzlich zeigt es schon, warum der Sommer so viel schöner ist. Und jetzt will ich noch mehr den Sommer.

http://vimeo.com/84922558
(Direktlink)

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Ein zusammengesetzter Road-Movie aus über 10000 Privatvideos

Archivar und Filmemacher Rick Prelinger hat für sein Doku-Film-Projekt No More Road Trips? über 10000 Privatvideos gesammelt. Diese erzählen meistens stumme Geschichten über das Reisen durch die USA. Die für ihn interessantesten Teile davon hat er zusammengeschnitten und im letzten Jahr auf einigen Festivals gezeigt. In der dortigen Fassung hatte der Film 85 Minuten. Eine Zeitreise durch die Vereinigten Staaten des 20. Jahrhunderts. So was würde ich von hier auch gerne mal sehen wollen.

No More Road Trips? isn’t a conventional documentary. It’s made completely from home movies that were shot by hundreds of people, starting in the mid-1920s. Its narrative traces a composite automobile journey from the Atlantic to the Pacific, beginning with the shoreline and historical monuments of New England and ending on a beach in southern California.

Other than a faint ambient soundtrack, the film is silent. I’ve written no narration, nor have I commissioned music. The primary soundtrack for this fully participatory film will be made fresh daily by audiences at each screening. Perhaps they’ll identify some of the places that come and go in the 600-plus shots that currently populate the cut. Perhaps they’ll ask me questions, or answer those posed by others. Or perhaps they’ll react tendentiously, in the manner of Question Time in the British House of Commons, or riff rowdily in the style of the Elizabethan theater. Once the movie starts, it belongs to the audience. I don’t want to limit how people will respond to the film. But I hope they will act on their permission to speak and create a commentary, not just on the scenes that pass by as our trip speeds west, but on what automobility, speed and travel mean to them. And I hope they’ll be moved to think about whether we’ve reached the end of the open road.

Weil der Film aber recht frisch und auch noch am Reisen ist, hat Prelinger diesen ganz fix geschnittenen Trailer auf Vimeo geparkt. Dafür zeigt er 798 Fotos bei 12 Bildern pro Sekunde. Die Aufnahmen stammen aus den 30er, den 50er und den 60er Jahren. Das ist nicht viel, lässt aber dennoch erahnen, welche Aufnahmen die lange Fassung mit sich bringen dürfte.

http://vimeo.com/84822753
(Direktlink, via BoingBoing)

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Wo die Straßen enden

Es gibt sie tatsächlich, die Straßen, die irgendwo einfach irgendwie aufhören. Ich stand mal in der Uckermark an solch einer. Schranke, dahinter kam ein Kanal und zack, war die Straße am Ende.

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(irgendwo in der Uckermark, Mai 2012)

Die Leute vom Atlantic haben diese endenen Straßen weiltweit gesucht. Basierend auf dem grandiosen Hyperlapse-Video, das Teehan+Lax Labs im letzten Jahr mit Material von Google Street View gemacht hatten, sind sie virtuell kilometerweit bis an jene Orte auf der Welt gefahren, in denen die Straßen enden. Schöne Idee.

Using Google Street View, we „drove“ thousands of miles around the world to find places where the road ends. Our virtual travels took us from the fields of Italy to the fjords of Norway and the tip of South Africa.


(Direktlink)

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