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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Polier mauert Kiste Bier in eine Brücke ein und kommt 58 Jahre später wieder, um sie beim Abriss abzuholen

Ich hab mir die Headline mal bei Rudi kopiert, weil man sie besser nicht schreiben kann.

Ich hab vor zwei Jahren mit meinen Kids auf der Arbeit mal eine Terrasse gebaut, unter der wir eine Plastikflasche vergraben hatten, in der ein Zettel lag, auf dem „Wir wussten 2016 schon, dass die AfD Scheiße ist“. Ich fände es geil, dass Dingen dort in 50 Jahren wieder rausholen zu können – und zu wissen, damit recht gehabt zu haben. Wer weiß? Vielleicht wird das ja was…

In diesem Fall hier hat ein Polier im Jahr 1958 eine Kiste Bier in eine Brücke eingebaut, die jetzt wieder abgerissen wurde. Und natürlich wollte er dabei sein, um sein Bier abzuholen, was (Spoiler) leider nicht mehr da war.


(Direktlink, via Urbanshit)

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rbbs Brandenburg aktuell mit icke

Letzte Woche war der rbb bei mir, also zwei von denen. Wir haben uns übers Internet im Allgemeinen und über das Blog hier im Speziellen unterhalten. Außerdem habe ich kandierte Nüsschen sortiert, bevor ich sie gegessen habe, und auf dem Feld ein Loch gegraben. Fragt nicht! Was man als Blogger halt so macht. Dummerweise habe ich vergessen, darauf zu bestehen, dass sie beim Senden „das Blog“ sagen, aber dann vielleicht beim nächsten Mal.

Hier der Link zur Mediathek.

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Flugzelte

Neulich auf dem Campingplatz des Parookaville Festivals: Momente merkwürdiger Schönheit. Deshalb immer schön an die Heringe denken.


(Direktlink)

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Marcus Wiebusch im TV Noir Podcast


(Foto: Henry LaurischCC BY-SA 3.0)

Wenn wir lange mit dem Auto unterwegs sind, hören wir früher oder später immer Kettcar. So auch in den letzten Tagen. Wenn Marcus Wiebusch singt, ist es immer so, als würde ein guter Kumpel die guten Geschichten erzählen. Dass ich Fan bin, ist kein Geheimnis.

Vor ein paar Wochen war Wiebusch zu Gast im TV Noir Podcast und hat ein verdammt hörenswertes Gespräch dort gelassen. Schönes Ding!

Er versucht damit erneut einen Weg aufzuzeigen, ein gemeinsames Zusammenleben zu ermöglichen. Dabei ist der Sänger es gewohnt, dass seine Ideen und Ausdrucksformen gerade im linken Spektrum oft auf Kritik stoßen. So erzählt er im Gespräch mit Tex, wie seine Band …But Alive daran zerbrach, dass er beim vierten Album mit den Erwartungen der Szene brach. Als Rebell, der seiner Rolle nicht mehr gerecht werden wollte. Ein weiterer musikalischer Bruch entstand dann später mit dem Folgeprojekt Kettcar, als sie den Song „Balu“ veröffentlichten, da es ein augenscheinlich unpolitisches Liebeslied ist. Doch selbst bei „Balu“ kann Marcus Wiebusch nicht aus seiner Haut, lautet eine Textzeile in diesem Song doch: „Frieden ist, wenn alle gleich sind.“ Brüche gehören zu Marcus Wiebusch wie – hier gerne Fußballvergleich einfügen. Bereits als der von der falschen Seite der Elbe stammende Hamburg mit seiner ersten Band Die vom Himmel fielen startete, wusste er: „Für unsere ersten Auftritte wären wir hier im Rote Flora, Störtebeker und vielleicht in dem einen oder andere Club geschlachtet worden. Wir wären buchstäblich geschlachtet worden.“ Worüber er im Podcast scherzt, zeigt aber vielmehr seine Bandbreite und das Stehvermögen. Als links sozialisierter, in der Jugend durchaus wütender, aber emphatischer Mensch, akzeptiert Marcus nicht bedingungslos. Er zeigt der linken Szene immer wieder in Liedern und Aussagen auf, wo sie seiner Meinung nach in die falsche Richtung denke und handle. Gegen das System – auch wenn es links ist oder in seinen eigenen Worten: „All die hohen Ideale, retten dich nicht davor ein Arsch zu sein“ („Korrekt I“ von …But Alive)


(via Johannes)

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Kettcar – Mannschaftsaufstellung

Aus aktuellem Anlass.

Während wir hier in schönstem Sonnenschein über kroatische Inseln fahren, fällt mir erschreckend auf, wie sehr Kettcars Album „Ich vs. Wir“ in diesem Sommer knallt. Regelrecht in die Fresse haut. Bei fast jedem Song. Und nach den letzten beiden Tagen hier ganz besonders bei diesem.


(Direktlink)

(Liebe Hörerinnen und Hörer, sicher warten sie schon gespannt
Hier kommt sie: die Mannschaftsaufstellung für Deutschland)

Wir haben einen der die Steine reicht
(Einen der sie schmeißt)
Hoch motiviert, gut trainiert
Und sicher, dass wir hier nicht verlieren
Eine Mannschaft mit Kampfkraft
Die jetzt ihre Chance hat
Die jetzt ihre Chance sieht

Jeder weiß, jeder weiß
Worum es geht
Jeder weiß, jeder weiß
Worum es geht
Jeder weiß
Warum er hier steht

Wir werden Druck mit aller Macht ausüben
Aus der Deckung schießen, Hass und Lügen
Weltverschwörer auf der Sieben
Und zentral: Radikal, agressiv, stolz und national

Einer der im Weg steht, um die Retter zu blockieren
Fünf die applaudieren, während die anderen agitieren
Und einer der die Fahne trägt
Während einer mit Gewalt die Kameras zu Boden schlägt

[Hook]
Und als wir gemeinsam vor dem Radio saßen
Die Aufstellung hörten, unser Abendbrot aßen
Nahmst du meine Hand, und sagtest:
„Liebling, ich bin gegen Deutschland“

(Wir haben jetzt den Mannschaftskapitän am Mikrofon
Was habt ihr euch vorgenommen?)

Wir bilden eine Mauer, machen alle Räume dicht
Mit einem Populisten, der durch die Abwehr bricht
Ein‘ Stammtischphilosophen am rechten Außenfeld
Die Doppelsechs, die alles Fremde ins Abseits stellt

Einen Nationalisten als hängende Spitze
Zwei, drei Mitläufer für rassistische Witze
Für die Standards eine, die zuschlagen kann
Und die schweigende Mehrheit als zwölfter Mann

Mit falscher Neun und aus dem Block
Die Wut vom digitalen Mob
Als eingespielte Truppe
Immer Spitze in der Todesgruppe

[Hook]
Und als wir gemeinsam vor dem Radio saßen
Die Aufstellung hörten, unser Abendbrot aßen
Nahmst du meine Hand, und sagtest:
„Liebling, ich bin gegen Deutschland“

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EDM-Performance auf Abwegen? Salvatore Ganacci auf dem Tomorrowland 2018

Salvatore Ganacci ist ein in Schweden lebender Musiker und DJ, der sich wohl auch zumindest in Teilen der EDM verschrieben hat und in diesem Jahr zum zweiten Mal mit einer Performance auf dem Tomorrowland vertreten war. Dort kam er in 90er Tennis-Klamotte und mit Andre Agassi Gedächtnisfrisur auf die Mainstage und performte ziemlich weird eine Stunde lang.

Das hinterlässt durchaus einige Fragezeichen. Fährt er dort einfach eine ungewöhnliche Show, oder verarscht er einfach mal eben alle? Zweiteres fände ich schlüßig und würde mich dann ab heute als Fan von Ganacci einordnen. Fabulous.



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Ein Luchs nimmt einen Fotografen mit zum Jagen

Luchse an sich sind eher scheue Katzen. Sie vermeiden den Kontakt zu Menschen ganz gerne. Fotografen sind weniger scheu und versuchen Tiere mitunter zu begleiten. So wie Sam Ellis, der 76 Tage in Kanada unterwegs war, um einen Luchs, den er später „Mad Max“ nannte, beim Jagen zu begleiten. Irgendwie entwickelte sich eine Beziehung zwischen den Beiden und Mad Max hatte keine Probleme damit, sich von Ellis beim Jagen begleiten zu lassen.


(Direktlink, via BoingBoing)

Disclaimer: Ich mag Luchse. Sehr.

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