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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Die erste Leipziger Montagsdemo: Tagesschau vom 4. September 1989

Ich bekomme auch heute noch Gänsehaut wenn ich Aufnahmen wie diese sehe. Davon wird es in diesem Jahr hier noch einige geben, denke ich.

Als 20-Jährige startete Katrin Hattenhauer gemeinsam mit ihren Mitstreitern die Proteste vom 4. September 1989, riskierte einiges und trug die sich daraus für sie ergebenen Konsequenzen. SpOns einestages hat mir ihr über diese Tage gesprochen.

Schon am 10. Juni 1989 forderten Katrin Hattenhauer und andere Protagonisten des friedlichen Umsturzes das DDR-Regime gezielt heraus: mit der Organisation des ersten Straßenmusikfestivals in Leipzig. „Das war die Probe zur Revolution“, sagt sie.

Überall in der Stadt musizierten junge Leute – der ohnmächtige Staat reagierte mit 84 Festnahmen. Auch Katrin Hattenhauer wurde „zugeführt“, was sie nicht davon abhielt, am 4. September 1989 noch einen Schritt weiterzugehen. „Wir mussten uns dieses Land zurückerobern“, sagt sie.


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Havana Bikes

Vermutlich ist geht es sehr vielen Menschen auch in anderen Städten der Welt ähnlich, aber wann guckt man sonst schon mal auf die Fahrräder der kubanischen Hauptstadt. Ein wenig erinnern mich die Improvisationsfähigkeiten der liebevoll so genannten „Mechaniker“ an meine Kindheit. „Wir hatten ja nüscht!“ Also wurde jede Speiche, jede Mutter, jede Flügelschraube, jede Pedale und selbst die Hochlenker, wenn sie nicht mehr „in“ waren, irgendwo im Schuppen oder der Garage sorgfältig und gut sortiert aufbewahrt. Irgendwann würde man irgendwas davon schon wieder brauchen – und man brauchte es. Wir hatten ja nüscht! Dafür wussten wir alle unsere Räder bis auf die Kugellager auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen. So war das nämlich.

In Havanna ist das heute noch so, auch wenn die Räder mitunter viel moderner sind, als unsere Klappräder, in die wir eine Stange schweißten um aus den Dingern ein BMX zu machen. Wir hatten ja nüscht!

Dieser wirklich tolle Kurzfilm zeigt, wie es heute so zu geht. Mit den Fahrrädern in Havanna.

Cuba underwent a bicycle revolution in the 1990s during its five year ‘Special Period’. Oil was scarce as a result of tough economic constraints, and throughout those years of austerity, bicycles where introduced as an alternative mode of transport. Thousands of Cubans used bicycles on a regular basis, as pedalling became the norm on the island.
Years later, the transportation crisis subsided and motorised vehicles returned, and the country’s bicycle culture took a hit. Now, new bikes are difficult to come by and parts are not readily available, yet many Cubans still use bicycles daily and, despite the limited resources, a handful of mechanics provide a service to those who rely on their bikes in their everyday lives.
Plenty of cyclists roam the streets of Havana and the rest of Cuba. Ángel, a typical bike riding Habanero, provides a brief insight into Cuban bicycle culture and the importance of bike mechanics in the capital as we come across both riders and repairmen.

https://vimeo.com/89544788
(Direktlink | Danke, Kerima!)

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Will Smith mit Balaclava, Gasmaske und Hut auf dem Burning Man Festival

Manche meinen gar, dass er hier auf einem Segway rumhampelt. Auch wenn die Brille da nicht so ganz zu passen scheint.


(via Blogrebellen)

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18-Jähriger Augsburger fährt nach Party auf einem Güterzug bis nach Italien

Bildschirmfoto 2014-09-04 um 10.05.32


(Foto unter CC BY-SA 2.0 von liebeslakritze)

Es gibt ja die Geschichten, die von Leuten erzählen, die nach einer Party voll durch in einer Bahn eingeschlafen sind und dann entweder an der Endstation geweckt wurden, oder irgendwo im Niemandsland wach wurden, um festzustellen, dass sie nun doch fernab der Heimat mit einem Zug durch die Lande gurken. Ich kenne da einige von, habe allerdings selber keine zu erzählen – mir ist das noch nie passiert. Kein Scheiß.

Einem jungen Augsburger allerdings war das nicht genug. Der setzte sich letzten Samstag nach einer Party knalledurch auf einen Güterzug und fuhr auf dem bis nach Italien. Party hard und Glück gehabt.

Nach einer Party in Augsburg steigt ein 18-jähriger Augsburger auf einen Güterzug. Als blinder Passagier fährt er bis nach Italien – und hat Glück.

[…]

Für seine Fahrt muss der 18-Jährige keine strafrechtlichen Konsequenzen fürchten. Da seine Selbstgefährdung in diesem Fall strafrechtlich nicht relevant war, musste der Augsburger lediglich einen Fahrschein für die Rückfahrt lösen.

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Der Schwarze Kanal 1985 über den Umgang des Westens mit dem 8. Mai

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Ich will das inhaltlich gar nicht weiter bewerten, ich halte auch heute nicht sonderlich viel von der Sendung, in der Karl-Eduard von Schnitzler regelmäßig dem Osten das Westfernsehen er- und mitunter eben auch verklärt hat. Es wäre gut gewesen, dem Osten das Rezipieren von Westfernsehen völlig selbständig zu überlassen, was ja aber so nicht gewollt und manchen lange auch verboten war. Ich kann mich auch an niemanden erinnern, der den und das was er machte, wirklich mochte. Außer mein Staatsbürgerkunde-Lehrer und der sah auch noch genauso aus.

Allerdings, und das macht diese Folge zumindest für mich bemerkenswert, war mir, der den 8. Mai als Tag der Befreiung ge- und kennengelernt hat, nicht klar, dass im Westen bezüglich diesen Datums medial offenbar eine echte Ambivalenz darüber herrschte, wie denn mit diesem Tag umzugehen sei. Das immerhin 40 Jahre nachdem die Rote Armee mit den Alliierten Deutschland von den Nazis befreit hatten. Auch wenn hier wie immer bei von Schnitzler Ausschnitte gekürzt gezeigt und dann verdreht wurden. Offensichtlich tat man sich in den 80ern immer noch schwer damit, den Krieg verloren haben. Und das finde ich jetzt doch ein bisschen krass.


(Direktlink, via reddit)

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Deep’n’dubby Donnerstag: The lucid Podcast 063 – Brickman live

– „Guten Morgen, kleiner Freitag. Wollen wir ein bisschen Musik hören?“

– „Guten Morgen, Ronny. Was hättest Du denn gerne?“

– „Weiß nicht, irgendwas zum Arschwackeln. Aber nicht so aufgeregt, eher was Sanftes, so mit Flächen und Chords und so, weißte?“

– „Mhmm. Wie wäre es denn mit dem aktuellen Lucid Podcast, da schweben dubbige Chords ganz wunderbar auf Flächen durch ein 4totheFloor Gerüst. Ich mag den. Sehr.“

– „Klingt gut. Von wem ist der denn?“

– „Von einem gewissen Brickman. Ein junger Russe. Ich kannte den bisher nicht, aber er hat es mir mit diesem Live-Set echt angetan. Nur seine Produktionen, live und so – du weißt schon.“

– „Okay. Lass laufen.“


(Direktlink)

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