Telekom Electronic Beats launcht EB.TV und zeigt damit jetzt alle Video-Features auf einem Kanal. Neu: Das DVD-Magazin Slices erscheint nun wöchentlich online statt vierteljährlich auf DVD. Es wird noch mehr Interviews, Künstler, Labels, Club-Features, Live-Videos und Tech Talks geben. Und zwar ab jetzt immer am Dienstag.
„Unter dem Namen Slices führte die Telekom das erfolgreiche Format mit Club-Features, vielen bekannten Künstlern und einzigartigen Konzertmitschnitten als vierteljährlich erscheinende DVD-Reihe fort. Jetzt geht Electronic Beats back to the roots und launcht mit EB.TV einen eigenen Online-TV-Channel. EB.TV hat auch wieder einen Host: Musikfreak und Wahlberliner Matt Digby leitet jede Episode mit einer frischen und informativen Anmoderation ein.“
Vielen, die hier eh schon länger mitlesen, dürfte Electronic Beats ohnehin ein Begriff sein. Hin und wieder habe ich Mixe von denen und auch immer wieder Tech-Talks, in denen Produzenten aus dem akustischen Nähkästchen plaudern, die in ihren Studios stehen. Für mich einer der interessantesten Schwerpunkte aus dem Konzept von EB.TV. Aktuell dieser Tech-Talk mit Kink und Sierra Sam. So schaffen sie immer wieder Einblicke in Produktionsweisen von Künstlern, die offenbar nicht nur ich mag.
Ein anderer Schwerpunkt sind diverse, mitunter sehr gute Features, die sie über verschiedenste Künstler der elektronischen Musik produzieren. Auch davon hatte ich hier schon diverse im Blog. Da sind immer wieder sehenswerte Sachen bei, die es ohne EB.TV so womöglich nicht geben würde. Ata beispielsweise hat sich dort gerade erst portraitieren lassen.
Dann ist da noch die sehr eigene und schöne Idee, mit Vertretern der elektronischen Musik in einem Auto durch ihre Heimatstädte zu fahren und sie über all das sprechen zu lassen, was sie halt so tun: In the Car with. Robag Wruhme tat das im letzten Jahr, auch Ben Klock und der sympathische Mathias Kaden saßen dafür bereits am Steuer.
Außerdem bringen sie immer wieder exclusive Videoaufnahmen ihrer eigenen Electronic Beats Festival-Reihe ins Netz, welche im Regelfall sehr gut produziert, wenn mit meistens nicht mehr als drei Nummern auch immer viel zu kurz sind. So aber bekommt man halt mal Ólafur Arnalds in Warschau zu sehen, Bonobo in Prag oder Mount Kimbie in Podgorica, dem ich selber beiwohnen konnte, und der irgendwie tief hängen blieb. Gut, das mit Scooter in Hamburg am Ende letzten Jahres war jetzt eher so „naja“, aber man kann ja halt auch nicht immer alle in Herz treffen.
Da wird es ob des umfangreichen Angebots von Electronic Beats TV auch fast schon etwas unübersichtlich. Die tanzen eben auf jeder Menge Hochzeiten. Ich hab’ die im Reader, so dass nur wenig an mir vorbei geht, aber Reader sind heute leider eher so 2010. Dafür aber gibt es eine App (iOS), die einen über den regelmäßigen Output von EB.TV auf dem Laufenden hält. Und eben einen regelmäßigen Termin, immer wieder dienstags – auf ElectronicBeats.net, über die EB.TV App sowie auf YouTube und Dailymotion. Ist ja auch praktisch, so ohne Feed.
Ich mag das, was Tua macht, auch wenn ich jetzt nicht unbedingt verrückt danach bin. Ich finde aber, man kann heute weitaus schlechtere Musik im Radio spielen und insofern ist es doch ganz schön, wenn hin und wieder mal eine Nummer von ihm mit in die Rotation rutscht.
Im Original wäre ich auf diesen Song auch gar nicht gekommen, weil ich die aktuelle EP von Tua gar nicht in Gänze kenne, aber dieser Remix hier ist echt kelle. Die ganz eigene Rhythmik, die Tua in seine Vocals packt und mit Effekten verziert trifft durch Lambert auf einen ganz klassischen Downbeat wie ihn beispielsweise N.O.W. schon vor 15 Jahren benutzt hat. Das nimmt dem Sound diese verkünstelten Art, die James Blake dem „Postdubstep“ als Schal übergezogen hat und mit dem auch Tua ganz gerne mal raus geht. So trifft das, was aktuelle Produktionstechnik so hergibt samt Tuas Text und seinen Vocals auf etwas sehr Organisches. Und genau das macht diese Nummer für mich besonders. Zusammen mit dem Textinhalt sowieso.
Und ich mag Saetchmo auch gerade dafür, dass er mit so einer Nummer ein Set eröffnet. Weil er keinen Fick daruf gibt, was andere davon halten könnten, sondern das spielt, was er liebt. So hat er es beim Meeresrausch gemacht und ein treffenderer Kontext lässt sich da kaum finden.
„Nachts treffen sich alle, die ich kenne, in meinem Kopf und reden gleichzeitig.“ Toll!
Die Nummer gibt es nebst anderer Remixe gegen Abgabe einer Mail-Adresse zum Download für umme.
Man muss diesen Sound nicht lieben, um die fast technische Perfektion eines Jazzy Jeffs in so einem Mix hören und anerkennen zu können. Und da höre dann auch ich gerade deshalb mal ganz gerne hin. Aufgenommen am 18.04.2014für den Boiler Room London.
Todd Lockwood hat offenbar eine Schwäche für Drachen. Zwei davon hat er als Animationen auf seiner Seite und dieser fliegende Golddrachen hier ist wirklich sehr gelungen.
Insa und Madsteez haben für Pow Wow Taiwan dieses Mural an eine Fassade gemalt und das bisher größte Gif-iti der Welt daraus gemacht. Bei Insa im Blog gibt es mehr GIFs, Fotos und ein Video der Aktion.
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