Diese sechs Minuten, die Julia Engelmann im letzten Jahr auf dem 5. Bielefelder Hörsaal-Slam ins Mikro und durch den Saal schickte, fliegen seit gestern förmlich durch meine Filterblase. Ich sah mir das heute Nacht an und war irgendwie ziemlich berührt von dem Inhalt, den sie auf wunderbare Art mit einem Rhythmus zu verbinden weiß, den man so verdammt selten zu hören bekommt. Das ist der vielleicht beste Songtext seit langem und das ohne zu seinem eigentlichen Song zu gehören.
„Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen.“
Ich mochte die beiden Schweden schon, als sie unter dem Namen Son Kite noch Psytrance produzierten. Dass sie diesem irgendwann den Rücken kehrten und ihre neuen musikalischen Pfade unter dem Pseudonym Minilogue bestritten, wusste ich anfangs gar nicht. Später irgendwann entdeckte ich meine Liebe für Minilogue ohne zu wissen, wer die beiden eigentlich waren, was ich wiederum mit großer Überraschung dann auch noch irgendwann feststellen sollte. Dann wurde mir auch klar, wieso der Sound von Minilogue für Tech bzw. House Verhältnisse so sehr vom Trance durchzogen war. Irgendwo musste dieses Alleinstellungsmerkmal ja herkommen. Gut, später gab es dann noch Extrawelt, die vorher unter den Namen Midimiliz und Spiralkinda in der Psy-Szene ihre ersten Schritte machten, aber der Sound von Extrawelt kam dem von Minilogue nie wirklich nahe, weshalb die mir jetzt auch nicht so viel zu geben vermochten.
Ich mag bis heute fast alles von Minilogue, zumindest jedenfalls höre ich mir alles der Beiden an. In den letzten Jahren waren da wirklich wunderbare Perlen dabei. Damit allerdings soll wohl jetzt erstmal Schluss sein – Minilogue werden wohl eine längere Pause einlegen, wenn nicht gar mehr.
Gut aber, dass es davor am Montag noch eine neue Single gab, die hier schon auf der Platte schlummert. Außerdem haben sie für Ableton diese ganz wunderbare Jam-Session aufgenommen, die eine 23 Minuten lange Reise zwischen dem ollen Trance und dem deepen Techno absolviert. Live Techno voller Charme und mit ziemlich viel Seele. Ganz ganz toll!
Lenzman und MC Dan Stezo begrüßen das langsam schon etwas Staub ansetzende Jahr 2014 mit einer arschgeilen, tief untenrum rollenden Bassmatte, die jede Menge Soul und Atmosphäre hat. Schönes Ding!
Der holländische Künstler Diddo hat für Ecce Animal angeblich aus Gelantine und etwas Koks, welches er sich auf der Straße geholt hat, einen Schädel kreiert, der die Maße von 12x18x22cm hat. Weitere Anteile – weil nur Koks wäre wohl etwas teuer – Phenacetin, Koffein, Paracetamol und jede Menge Zucker. Ziemlich derbe getreckt also das Zeug. Trotzdem wahrscheinlich kein ganz billiges Vergnügen. Alles für die Kunst. Oder so.
„The retention time of our sample matched the Cocaine standard, albeit with a much smaller peak,“ reports Diddo. „This is because the sample is diluted with so-called ‚cutting agents‘. The purity of the Cocaine in percentage lies in the range of approximately 15% to 20%. Further constituent components identified included Phenacetin, Caffeine, Paracetamol and a relative large percentage of sugars, most probably Mannitol or Inositol.“
Fidget House Pionier Jesse Rose verschenkt aktuell 12 seiner Nummern. Die Aktion läuft bis 27. Januar. Den Link zum Zip gibt es nach Abgabe eines Facebook-Likes auf der FB-Seite von Herrn Rose. Wem das zu viel ist, kann das Zip hier auf Zippyshare laden.
Ich bin mit dem Sound von Rose nie wirklich warm geworden. Manche Sachen fand ich ganz nett, anderes absolut unbrauchbar. Aber es soll ja Leute geben, die den Sound sehr gerne mögen.
Folgende Tracks sind dabei:
1. Jesse Rose – Love The Feeling High (Instrumental)
2. Jesse Rose – Full Body Search
3. Jesse Rose – Play Around (Wonder View Drive Remix)
4. Jesse Rose & Brillstein – Shuffle ThePaper (Jesse’s MFTN Edit)
5. Jesse Rose & Oliver $ – Bitchslap
6. Jesse Rose & Brillstein – Good Wife (Dub)
7. Jesse Rose feat. Arama – Time Is But A Moment (Kavanah Remix)
8. Jesse Rose – Time Is But A Moment (Instrumental)
9. Jesse Rose & Oliver $ – When We HeardSolid Groove (Dub)
10. Jesse Rose – Get Intimate
11. Jesse Rose – Underbelly (Berlin Version)
12. Jesse Rose – Underbelly (Detroit Version)
Neues von Don’t Watch That’s imposanter Serie Beat This, für die sie regelmäßig Produzenten besuchen, die dann in 10 Minuten einen Nummer zusammenschieben sollen. Da kommen immer wieder großartige Ergebnisse bei raus. Für die aktuelle Folge mit der Nummer 19 haben sie keine geringeren als Kieran Hebden alias Four Tet besucht. Der nimmt sich eine Michael Jackson Platte, startet sein Ableton live und baut in zehn Minuten einen Track, der einzig aus Samples von „Thriller“ besteht. Endgültig zufrieden war er damit nicht, wie er auf Twitter verlautbaren lies, aber 10 Minuten sind eben auch nicht der standardisierte Zeitrahmen um eine komplette Nummer fertig zu machen.
Generell eine sehr schöne Serie, welche immer auch in nur kurzer Zeit Einblicke in die Produktionsweise der verschiedensten Musiker zu geben vermag.
Mir hacht hier gerade ein wenig das Herzchen. Spieldosen… Jeder mochte sie vermutlich mal, irgendwann beginnen sie dann einem etwas auf den Saque zu gehen, aber irgendwie werden einige den Faible dafür dann doch nicht los. Keine Ahnung, wo genau die Faszination dafür herkommen könnte.
Die Left Field Labs jedenfalls stellen es jetzt einem jeden frei, sich eine Melodie über einen simplen html-Step Sequencer zusammenzuklicken. Die dabei entstehende Stiftplatte wird dann von einem 3D Drucker gefertigt, den Prozess kann man sich hier schon mal angucken.
Wenn mich nicht alles täuscht, kann man zwar schon mal seine Melo machen, allerdings noch nicht bestellen. Wenn dem dann mal so sein sollte, würde ich es tun. Der Spieldose wegen.
(via Notcot)
Wenn man den Gerüchten, die aufgrund des folgenden Videos durchs Netz gehen, glauben kann, wird Roland auf der NAMM 2014 eine adaptierte und niegelnagelneue Variante der guten alten TR-808 vorstellen. Jetzt habe ich mir gerade in kleines bisschen in die Hose gemacht. Heureka!
Aira wird die Trommelmaschine wohl heißen und dürfte sich wohl sehr sehr nahe am Klang der 808 orientieren. Allein weil alles andere keinen Sinn machen würde. Könnte sein, dass sie dann so aussieht.
Damit ist der weltbeste aller weltbesten Step-Sequencer schon mal mit am Start. Das alles könnte im besten Fall bedeuten, dass es vielleicht für mich ja doch noch mal Sinn machen würde, sich eine Drum Machine zuzulegen. Denn genau diese hätte ich dann schon sehr gerne. Aye!
Damit nicht genug: Wo anders vermutet man gar verhalten, dass das erst der Anfang einer Serie werden könnte, für die Roland auch noch andere der alten Kisten relaunchen könnte. Na holla!
Roland’s official video describes the AIRA as “the evolution of the Roland TR-808 Rhythm Machine” and shows Roland engineers using the TR-808 as a major reference point in the product development process. The video also features other vintage Roland models including the SH-101, TR-909, Space Echo and TB-303.
Und wenn nicht ist eine TR 08, so soll das Dingen hier wohl heißen, ja auch schon genug an Arbeit für die Herzkranzgefäße.
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