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Studenten in Magdeburg schmeißen AfD aus dem Hörsaal

[Update] Bei jetzt erzählt einer der dabei gewesenen Student, wie sich die Aktion angefühlt hat.

In Magdeburg hatte die AfD-nahe Hochschulgruppe Campus Alternative mit André Poggenburg den Chef der AfD in Sachsen-Anhalt eingeladen. Er sollte über Geschlechterforschung reden. Poggenburg ist einer derer, die Homosexualität schon gerne mal mit Pädophilie gleichsetzen.

Eigentlich hatte die Campus Alternative ein paar geneigte Zuhörer erwartet. Im Hörsaal wurde Poggenburg und seine Entourage von gut 400 Studenten in Empfang genommen, die so gar nicht zuhören wollte – und ihm das auch sehr schnell sehr deutlich machten. Darauf kam es zu Gerangel und Böllerwürfen. Am Ende musste die Polizei Poggenburg und seine Kumpels von der Polizei nach draußen begleitet werden. Lief nicht so gut für die AfD.


(Direktlink)

Poggenburg selber war dann auch etwas traurig.

30 Kommentare

  1. der Benni13. Januar 2017 at 19:52

    Gute Sache! Es ist so wichtig, den Faschos entgegenzutreten, und zwar face-to-face. Das Gesindel lebt leider auch davon, das sie glauben, niemand traue sich, es auf eine direkte, notfalls auch körperliche Konfrontation ankommen zu lassen. Wenn sie merken das man sich von ihren Schlägern im Sonntagsdress keine angst machen lässt bewirkt das schon ne ganze Menge.
    Kein Fußbreit den Faschisten!

  2. Chris Gueffroy13. Januar 2017 at 20:13

    der Benni,

    Ja genau, den Faschos entgegentreten! Am besten mit faschistischen Methoden! Nicht etwa zeigen, daß man ihnen intellektuell überlegen ist! Daß an einer Uni soviele erwachsene, intelligente und gebildete Leute rumlaufen, daß so rechte Spinner ja sowieso nur ausgelacht werden können! Nein, wir bedienen uns der Methoden, die in Deutschland schon immer mit so durchschlagendem Erfolg angewandt wurden! Was kommt demnächst, AfD-Bücher verbrennen auf dem Opernplatz in Berlin?

    Sowas armseliges…

  3. der Benni13. Januar 2017 at 20:28

    Chris Gueffroy,

    Und was würdest du tun? Dich in aller rUhe hinsetzen, dir den Sermon anhören und dann hingehen:“ Hören Sie mal, das fand ich jetzt aber nicht rihtig, ich hätte da ein paarEinwände blablabla…“? Diese Leute wollen nicht argumentieren und diskutieren, die wollen zum Hass aufstacheln und sich die Meinungshoheit erobern, auch ausserhalb der Stammtische. Wer glaubt, sowas durch ignorieren bekämpfen zu können, erliegt einem gefährlichen Irrtum, und lässt zu , das deren Meinung bald der Normalfall ist, wie schon in so vielen Gegenden wo keiner rechtzeitig aufgestanden ist, und die jetzt no-go-areas für liberale und linke sind.

  4. cado13. Januar 2017 at 20:34

    Chris Gueffroy: der Benni,

    faschistische methoden? lauter sein als die und denen ihr zettelchen klauen, dass die ihr menschenverachtendes geschmeiß nich referieren können, ist zivilcourage und hat nix mit faschismus zu tun. das verharmlost ja wohl alle faschistischen regime.
    und mit dem bücherverbenn-vergleich deligitimierst du berechtigten protest gleich in eine art und weise, dass geneigte_r cdu/afd-leser_in deines kommentars zustimmend nickt, um sich bestätigt zu fühlen, dass der fein ja links steht und nicht rechts.

    pffffff

  5. Chris Gueffroy13. Januar 2017 at 21:33

    der Benni,

    Du glaubst also, daß die Studenten dort solche Schwachmaten sind, daß sie von den Rattenfängern vom rechten Rand so leicht eingefangen werden können, daß es keinerlei überzeugenden Gegenargumente gibt, die das Erobern der Meinungshoheit verhindern könnte, und daß demzufolge ganz dumpfe Gewalt das Mittel der Wahl ist?

  6. Martin13. Januar 2017 at 21:53

    der Benni,

    Wenn du solches Handeln legitimierst, dann legitimierst du automatisch auch die gleichen Handlungen auf der Gegenseite. Außer du begrenzt die Legitimität auf einen gewissen Personenkreis – dies wäre aber sehr fragwürdig, da du dann Ungleichheit befürworten und fördern würdest.

  7. Martin Däniken13. Januar 2017 at 22:04

    Der Poggenburg und seine Begleitung sind ideologisch so gefestigt,da könnte der olle Cicero sich die Zähne ausbeissen.
    Ausserdem gehe mal ganz dreist davon aus das der P. genau sowas provozieren wollte…
    das die AfDler diesbezüglich keinerlei Naivität besitzen.!
    Aber Leute,die die demokratischen Grundregeln für richtig und wichtig halten fallen immer wieder drauf rein!

  8. Harry13. Januar 2017 at 23:22

    der Benni,

    Du redest von faschistischen Methoden, weil du keine Ahnung davon hast, was Faschismus ist.
    Die einzigen Faschisten sind da nach wie vor die Leute von der AfD. Und wenn denen nichts entgegengesetzt wird, dann gute Nacht.
    Habense gut gemacht, die Studis in Magdeburg.

    Martin,

    Es braucht solche Handlungen nicht, damit es auch für AfDler*Innen legitim ist, die gleichen Handlungen auszuüben – in diesem Fall das aktive Verhindern einer AfD-Veranstaltung. Im Gegenteil: AfDler*innen sollten viel mehr und viel öfter aktiv Veranstlatungen der AfD verhindern.

  9. Harry13. Januar 2017 at 23:23

    Harry,

    erster Teil den Kommentars geht an „Chris Gueffroy“, nicht an „der Benni“

  10. Bichko14. Januar 2017 at 00:14

    Soll ich mich über diese Studenten freuen?! Es zeigt nur mal wieder, dass Rechtsradikale und Linksradikale Kinder desselben Geistes sind. Die eigene Meinung als die einzig wahre hinstellen, sich über andere erheben und gewaltsam alles unterdrücken, was nicht in das eigene kleine Weltbild passt. Beschissene Debattenkultur. Sehr weit weg von einem Bewusstsein für das, was eine Demokratie ausmacht.

  11. Bernd14. Januar 2017 at 00:24

    He Ronny,
    besten Dank für Verlinkungen wie dieser hier. Oder auch zu der WDR Doku über das braune Netzwerk, dass sich mittlerweile gebildet hat. Weiter so! Man kriegt ja nicht immer alles mit. Es ist schön zu sehen, wenn in den sozialen Medien sinnvolle Beiträge verteilt werden.

  12. Martin Däniken14. Januar 2017 at 00:52

    https://www.youtube.com/watch?v=CBUUSUPi-WI
    Genauso sicher wie Dirty Harry über die Absichten eines Typen der mit einem Metzgermesser und nem Hardon hinter einer Frau her ist,
    muss man sich der Absichten von Afdlern in Bezug auf die Demokratie sein!
    Und Dirty Harry ist nicht faschistoid(vgl U.Eco Merkmale des Faschismus)

  13. Martin14. Januar 2017 at 10:24

    Harry,

    Da hast du Recht. Das war jedoch nicht meine Aussage, da ich gar nicht aus Sicht der AfD argumentiert habe, sondern aus Sicht der Gegenseite.

    Bichko,

    Bichko,

  14. hunts14. Januar 2017 at 10:55

    wer ein paar Beiträge nach unten scrollt (https://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/afd-pretzell-will-journalisten-ausschliessen) kommt übrigens zu einer Meldung in der sich echauffiert wrd, dass die AfD GEZ_Medien explizit nicht zu einer Presekonferenz einlädt.
    Hier wurde jetzt ein AfDler mit Gewalt daran gehindert einen Vortrag zu halten (bei dem er sich, hätte er ihn ungestört gehalten, sowieso nur blamiert hätte)
    Inwiefern ist das Verhalten „unserer“ Seite in Magdeburg jetzt besser und Grund für lobende Blogartikel?
    Die ganze Aktion war ein Sieg für die AfD auf ganzer Linie. Die Linke ha sich ein Stück weiter diskreditiert. Die AfD konnte Ihr Weltbild (Sprechverbote, Linksfaschismus,…) weiter öffentlich festigen.
    Glückwunsch.

  15. der Benni14. Januar 2017 at 11:00

    hunts,

    Wo wurde da Gewalt angewendet?

  16. RIO14. Januar 2017 at 11:31

    Wenn ich ein einen Saal komme, in dem mich 400 Leute ausbuhen, dann gehe ich wieder und versuche nicht meinen Vortrag zu halten. Spätestens wenn mein extra mitgebrachtes Sicherheitspersonal anfängt ein Transparent runterzureißen und Leute angreift verziehe ich mich. Aber Herr Poggenburg hat ja extra Nazis von „Die Rechte“ mitgebracht…Keine Ahnung in welchen Wohlfühloasen ihr lebt, aber ich habe in meinen 28 Jahren gelernt, dass man mit solchen Leuten nicht diskutieren kann.

  17. 1StundeArbeit8StundenPause14. Januar 2017 at 13:18

    Klassischer Schuss in`s Knie. Wenn einer meint, nicht mit „denen“ diskutieren zu können, weil es nix bringt, dann wäre es eventuell hilfreich mal ein Stückchen weiter zu denken. Die Anhänger von den sind eben nicht alle politisch erwachsen und/oder für Argumente nicht zugänglich. (Jungen) angehenden Nazis kann man oft ihre Denkfehler näher bringen und mit ihnen diskutieren. Was so eine Aktion bei dieser Gruppe bewirkt, liegt doch auf der Hand. Sie fühlen sich in ihrer Wahrnehmung bestätigt (Zensur, Ausgrenzung, Gewalt, bla bla bla). Und man drängt sie damit letztendlich noch mehr in die Arme der Rechten, anstatt auf sie einzuwirken und den einen oder anderen zu gewinnen, in dem man den Herren Poggenburg verbal auseinander nimmt und seine Denkfehler verdeutlicht. Was eigentlich das Ziel sein sollte, es sei denn ich will, dass der Kreis der Rechten stetig wächst.

    Der nächste Schritt könnte dann sein, dass Jagd auf Menschen zulässig wird, solange es sich um Nazis handelt. Mit Nazimethoden gegen Nazis, fuck yeah! Zwischen Schanze und Karoviertel war bis zum OSZE-Gipfel ein großes Grafitti „Das ganze Viertel jagt Nazis“ zu sehen. Sich selbst als links einordnende Menschen auf diesen Widerspruch angesprochen, waren die Reaktionen teilweise ziemlich heftig. Gewaltandrohungen bis zu du bist nicht mit mir einer Meinung, dann bist du mein Feind. Wenn jemand so eine Denke pflegt, dann frage ich mich allerdings im Gegenzug, was diesen Menschen geistig noch vom Nazi trennt.

    Nur mal so zu Erinnerung, in Maryland hat vor nicht langer Zeit ein einzelner Mann den dortigen Rest des Ku-Klux-Klan zur Auflösung gebracht. Mit Argumenten. Er hat also mit denen diskutiert und die haben dann ihre Meinung überdacht und geändert. Der Mann war Afroamerikaner. Und das ist nur ein Beispiel, man erinnere sich auch an den Anführer einer rassistsichen Organisation in den Staaten, der an der Uni auf Leute gestossen ist, die ihn nicht ausgegrenzt, sondern mit ihm diskutiert und am Ende auch überzeugt haben. Aber mit denen kann man ja nicht reden… Doch geht oft, es versuchen nur zu wenige, evt. weil weil sie den kleinen Ausschnitt ihrer persönlichen Erfahrungen zur allgemeingültigen Realität verklären.

    So, fertig ausgekotzt über Doppelstandards. Schönes WE.

  18. Harry14. Januar 2017 at 15:31

    Martin,

    Ich weiß schon, dass das nicht deine Aussage sein sollte. Die Handlung um die es hier geht ist „Verhidern einer AfD-Veranstaltung“. Und das ist so oder so legitim, egal von welcher Seite man kommt.

    hunts,

    Wenn die letzte Zeit eins gezeigt hat, dann dass die Vorstellung, man spiele den Rechten in die Arme, wenn man etwas gegen sie macht nicht stimmt. Das ganze war eine herbe Niederlage für die AfD. Die brauchen keine realen Ereignisse um von Sprechverboten und Linksfaschismus zu sprechen. Sie brauchen z.B. auch gar keine realen Angriffe gegen sie, damit das bis zu dir geglaubt wird, dass hier eine AfD-Veranstaltung mit Gewalt verhindert worden wäre. Und denen schadet es auch nicht, wenn sie sich aus der Sicht eines ihrer Gegner blamieren. Das ist leider Wunschdenken.

    1StundeArbeit8StundenPause,
    Ich finde da muss man die Ebenen auseinanderhalten. Mit einem konkreten Menschen zu diskutieren ist sicherlich ne sinnvolle Sache, sofern man selbst dazu die Lust und Zeit hat und dieser Mensch sich nicht völlig gegen Argumente verbarrikadiert. In der Regel ist dafür z.B. ein persönlicher Kontakt über andere Wege (Familie, Schule, Ausbildung,…) hilfreich. Das machen auch ziemlich viele Leute. Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ führt z.B. unglaublich viele Argumentationstrainings durch in denen man sich damit beschäftigt, welche Argumente von AfDlern vorgebracht werden und wie man sie am besten widerlegt.
    Eine Öffentliche Veranstaltung ist aber was anderes.Da ist es mit dem Überzeugen ohnehin von Anfang an maximal einseitig gedacht und Diskutieren macht da keinen Sinn. Bei öffentlichen Veranstaltungen ist es sinnvoller, dafür zu sorgen, dass sie nicht stattfinden können. Allein schon um deutlich zu machen, dass es noch nicht überall selbstverständlich und normal ist, dass Faschisten geduldet werden. Und die Vorstellung, man stärke damit letztlich die Rechten ist eine Behauptung, für die es keine weiteren Beweise gibt, außer, dass die AfD das natürlich behauptet.

    „Jagd auf Nazis“ wie du das nennst, ist keine Nazimethode. Wenn man eine aktive und militante Naziszene vertreiben will – allein schon der eigenen körperlichen Unversehrtheit wegen – ist antifaschistischer Selbstschutz das Mittel, was dieses Ziel bisher als einziges erreichen konnte. Wie es nicht klappt, sieht man z.B. in Dortmund. Auch dabei sollte man natürlich differenzieren zwischen tatsächlich militanten Neonazis und irgendwelchen rechten Trotteln. Das wird in der Regel auch gemacht.
    Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass da gereizt drauf reagiert wird wenn einem irgend so ein Besserwisser, der noch nie von Nazis bedroht wurde, erzählen will, dass man ja selbst ein Nazis wäre, wenn man sich dagegen organisiert wehrt. Das ist sicherlich nicht schön, aber verständlich.
    Doppelstandarts kann ich da ehrlich gesagt keine erkennen.

  19. Chris Gueffroy14. Januar 2017 at 20:43

    Harry,

    Eine AfD-nahe Studentenorganisation lädt einen AfD-Politiker und einen Biologieprofessor ein, um über Gender-„Forschung“ zu reden. Worin genau müßte man sich Deiner Meinung hierbei „zu Wehr setzen“. Wenn man das für Schwachsinn hält, was die da von sich geben, warum reicht es nicht, einfach nicht hinzugehen?

    Auch wenn Du es nicht verstehen willst, aber die Methoden sind faschistisch. Die Universität ist eigentlich der Ort, an dem verschiedene Ideen aufeinandertreffen und untersucht werden, wo diskutiert wird und Wahrheit gesucht wird. Das schließt zwangsläufig Meinungen ein, die Dir und mir nicht gefallen. Ob wir sie faschistisch nennen oder was auch immer, ist irrelevant. Aber eine Universitätsveranstaltung mit dumpfer Gewalt gegen Andersdenkende aufzulösen, ist in bester SA-Tradition.

  20. Martin15. Januar 2017 at 10:15

    Harry,

    Gewalt von links durchzusetzen, um Gewalt von rechts zu verhindern funktioniert aber nicht, wenn man Gewalt ablehnt. Das andauernde Hinzufügen von Ad-Hoc-Annahmen (vgl. Karl Popper: Logik der Forschung) zeigt nur, dass der Einsatz von linker Gewalt legitimiert werden soll, damit der eigene Standpunkt nicht überdacht werden muss. Das zeigt sich dann auch in der Argumentation, welche ja immer richtig ist – mit Ad-Hoc-Annahmen kann man halt jedes System aufrecht erhalten.

  21. Harry15. Januar 2017 at 23:15

    Chris Gueffroy,

    Martin,

    Bloß wurde da keine Gewalt angewendet. Zumindest nicht von Seiten der „linken“. Das sieht man im Video auch sehr deutlich. Eure Reaktionen sind ein Paradebeispiel dafür, wie die AfD-Propaganda wirkt. Gefühle und Vorurteile werden da mal eben zu Fakten umgelogen.

    Meinungsfreiheit, der Austausch von Ideen und die Suche nach der Wahrheit sind Güter, die man vor der AfD beschützen muss. Vor einer erneuten Machtübergabe an die Faschisten kann die Gesellschaft sich nur durch ein aktives Handeln ihrer Mitglieder schützen. Das Rechtssystem ist dafür ungeeignet und seine Maßnahmen können genau so lange unterlaufen werden, wie es selbst noch kein faschistisches geworden ist. Das haben zum Glück noch einige Leute – wie die Magdeburger Studis – verstanden.

    Martin,

    Mir ist schon klar, dass du da so ein deduktiv-nomologisches Modell im Kopf hast, nach dem linke und rechte Gewalt lediglich Konkretionen des Abstrakten Prinzips Gewalt sind. Eine solche Annahme ist aber weder theoretisch noch empirisch zu rechtfertigen bzw. sie wäre es nur dann, wenn man sich enorme Scheuklappen aufsetzt und z.B. die Motivation der Akteure für irrelevant erklärt. Alles auszublenden und für irrelevant zu erklären, was die eigene Argumentation in Frage stellt ist übrigens auch eine Methode, mit der man jedes System aufrecht erhalten kann. Die Realität – insbesondere die soziale Realität – ist und war schon immer komplexer, als es Hempel, Oppenheim oder Popper zugeben wollten oder konnten.

    Chris Gueffroy,

    Du verbreitest plumpe Lügen und willst mir was von der Suche nach der Wahrheit erzählen. Das ist schon ne Nummer.
    Du hast nach wie vor keine Ahnung davon, was Faschismus begrifflich oder real bedeutet. Daher auch deine falsche Analyse.
    Insbesondere zeigt sich das in deiner Behauptung faschistische Propaganda-Veranstaltungen hätten einen Platz an Universitäten. Symptomatisch auch, dass du Meinungen mit unterschiedlichen Positionen in wissenschaftlichen Diskursen verwechselst. An den Universitäten haben sehr unterschiedliche Positionen Platz und es gibt bisweilen sogar einen Austausch zwischen diesen. Das einzige was diesen Status Quo im Moment bedroht ist die Ideologie der unternehmerischen Hochschule, die thematische Verengungen forciert, wo sie wirtschaftlich nützlicher sind.

  22. Chris Gueffroy16. Januar 2017 at 08:48

    Harry,

    Du bist nicht in der Lage abstrakt zu denken. Dein ganzes Argument läßt sich im Grunde reduzieren auf „der Zweck heiligt die Mittel“. Faschistische Methoden sind aber nicht deshalb weniger faschistisch, weil sie sich gegen vermeintliche Faschisten richten. Wir hatten zwei Diktaturen in Deutschland, eine von rechts und eine von links, die Methoden waren bei beiden die gleichen. Und sie waren bei beiden verheerend. Und wer so argumentiert wie Du, hat aus der Geschichte rein gar nichts gelernt, und das kann einem wirklich Angst machen.

  23. Martin Däniken16. Januar 2017 at 22:40

    Und wenn sich Scorpio in Dirty Harry verprügeln lässt ,dann denle ich auch an die AfD oder andere Rechte und ihre Technik sich als verfolgte Unschuld aufzuführen!

  24. Harry17. Januar 2017 at 23:52

    Chris Gueffroy,

    Oho oho. Da hat aber einer im Geschichtsunterricht aufgepasst. Dann zeig mir doch mal die Vernichtungslager der DDR, wenn da doch überall die gleichen Mittel angewand wurden.
    So ein geschichtsvergessener Blödsinn, gepaart mit dem Vorwurf, ich hätte nichts aus der Geschichte gelernt ist echt die Härte.
    Wenn du von meinem Argument nichts außer „der Zweck heiligt die Mittel“ verstanden hast, dann muss ich dir leider sagen, dass es sein könnte, dass es eher deine Fähigkeit zum abstrakten Denken ist, um die es nicht so gut bestellt ist. Und davon, was Faschismus ist, hast du halt immer noch keine Ahnung.
    Wer so argumentiert wie du, tut das weil er ganz genau weiß, dass er nix zu befürchten hat, wenn die Faschisten an die Macht kommen. Dann wird fleißig der Arm gehoben und später hat man man wieder von nix gewusst.

  25. Harry18. Januar 2017 at 00:00

    Chris Gueffroy,

    Davon mal ganz abgesehen. Ich verstehe dein Derailing von der „mit Gewalt verhindert“-Lüge jetzt mal so, dass du eigentlich schon weißt, dass du da völlig daneben lagst und auf AfD-Propaganda reingefallen bist.

  26. Chris Gueffroy18. Januar 2017 at 08:49

    Harry,

    Geschichte fand auch außerhalb Deutschlands statt. Und global gesehen hat der Kommunismus tatsächlich genausoviel, wenn nicht sogar mehr, Todesopfer gefordert wie der Nationalsozialismus. Die Faktenlage dazu ist immer noch nicht befriedigend, weil viele Akten bis in die 1990er Jahre unter Verschluß waren bzw. – so zum Beispiel im Bezug auf den Holodomor in der Ukraine – oftmals gar nicht erst erfaßt wurden und daher nur geschätzt werden können.

    Ich empfehle das Buch „Bloodlands“ von Timothy Snyder, einem der renommiertesten Historiker, der sich in Yale und Wien auf osteuropäische Geschichte spezialisiert hat. Und der darin auch die allzu sehr auf das Deutsche Reich zentrierte historische Forschung in Deutschland korrigiert.
    Aber auch „Wir haben fast alles falsch gemacht“ von Günter Schabowski ist sehr lesenswert, wenn man den Blick trotz allem nur auf’s Heimatland verengen will.

    „Dann zeig mir doch mal die Vernichtungslager“
    Lies mal Solschenizyn, „Archipel Gulag“.

    Zum Thema Gewalt: Willst Du behaupten, die Mittel, mit denen die Veranstaltung aufgelöst wurde, zählen nicht als Gewalt? Würdest Du eine vorgehaltene Waffe auch solange nicht als Waffengewalt bezeichnen, wie kein Schuß gefallen ist oder wenn es sich nur als Attrappe rausstellt? Das meine ich mit abstraktem Denken.

  27. Chris Gueffroy18. Januar 2017 at 09:53

    Harry,

    Im übrigen verbitte ich mir die Unterstellung, ich sei auf AfD-Propaganda reingefallen. Ich habe mit der AfD nichts am Hut. Und nicht jeder, der anderer Meinung ist, ist automatisch irgendwelcher Propaganda auf den Leim gegangen. Das unterstelle ich Dir auch nicht, und es ist auch für eine Diskussion nicht hilfreich.

  28. Harry18. Januar 2017 at 11:09

    Chris Gueffroy,

    Ich hab die eine konkrete Frage gestellt: Zeig mir die Vernichtungslager der DDR. Von mir aus auch der Sowjetunion. Du sagst „lies mal Archipel Gulag“ und „es sind mindestens genau so viele gestorben“.
    Die verbrechen des NS und der Sowjetunion sind nicht zu vergleichen. Es gab in der Sowjetunion kein Äquivalent zu den deutschen Vernichtungslagern und der dort betriebenen industriellen Tötung von Menschen.. Was in keinster Weise die Verbrechen der Sowjetunion verharmlosen soll. Den Vergleich hast du angestellt.
    Und genau das meine ich mit geschichtsvergessenem Blödsinn.

    Die Mittel die dort angewandt wurden, waren keine Gewalt. Ja. Die AfD wurde ausgebuht und es wurde sich mit einem Transparent vor sie gestellt. Die AfD-Schläger haben dann kurz versucht die Studierenden anzugreifen, sind dann aber abgezogen. Zu keinem Zeitpunkt wurden die AfD-Trottel körperlich bedroht.
    Und du kannst dir verbitten was du willst, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass du das hysterische „Gewalt, Gewalt“ gekreische der AfD aufgeschnappt hast, obwohl es dafür keine reale Basis gibt.
    Das was da vorgefallen ist mit einer Saalschlacht oder Ähnlichem rethorisch auf eine Stufe zu stellen zeug nicht von abstraktem Denkvermögen, sondern ist genau die Art von Realitätsverdrehung, wie sie für die AfD typisch ist.

    Davon abgesehen wäre es jetzt auch nicht das schlimmste gewesen wenn die AfD da auch aktiver aus dem Raum gedrängt worden wäre. Auch das kann man ja so anstellen, dass die Leute körperlich unversehrt bleiben.

  29. Chris Gueffroy18. Januar 2017 at 12:01

    Harry,

    q.e.d.

    Nichts aus der Geschichte gelernt.

  30. Harry19. Januar 2017 at 00:11

    Chris Gueffroy,

    Wenn dir die Argumente ausgehen, bleiben halt nur noch Floskeln.

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