Tinder damals. Kein Link in der Bio, aber feste Vorstellungen vom Heiratstag. Mit Salatarten und alles. Ob Reiner, guter Beruf, mit altbackener Vorstellung von Beziehung seine Holde über diese Annonce finden konnte, weiß womöglich nur er selber.
(via Christin Bieber)
Die FAZ berichtete in diesem Artikel erst über 7800 seit 2011 begangener Straftaten, die aus dem Umfeld der Rigaer Straße begangen worden sein sollten. Wenn man sich kurz in die Primärquelle klickt (via Fefe), findet man 78 dieser tatsächlich begangenen Straftaten. Ein gar nicht so unwesentlicher Unterschied. Aber man kennt das ja: ob nun 7800 oder 78 EUR auf dem Konto – wer merkt das schon so beim täglichen rüber Gucken?
Mittlerweile wurde der Artikel aktualisiert, die Meldung mit den „7800 Straftaten“ aber ging so raus und wurde vermutlich schon für drölfdutzend Hater-Artikel auf Facebook missbraucht.
Volontäre der Kölner Journalistenschule haben für ihr Projekt Faktenzoom die Aussagen von einigen Politikern untersucht, die zwischen Dezember 2015 und März 2016 am häufigsten in deutschen Talkshows saßen.
Fazit: AfD-Chefin Frauke Petry lieferte mit 26,3 Prozent die häufigsten Falschaussagen. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) folgt ihr lag mit 21,9 Prozent falschen Fakten auf Platz 2.
Sieben Politiker, vier Talksendungen, hunderte dokumentierte Aussagen. Das ist Faktenzoom, ein crossmediales Projekt der Kölner Journalistenschule. Wir haben uns gefragt: Halten sich Politiker in Talkshows an die Fakten? Das Ergebnis nach vielen Wochen Recherche ist ernüchternd. Bei manchem Parteivertreter war annähernd ein Viertel der Aussagen, die wir überprüfen konnten, falsch oder überwiegend falsch. Hier haben wir die wichtigsten Ergebnisse unseres Projekts aufgeschrieben.
Nachdem nun mitunter auch traditionelle Medienhäuser damit angefangen haben, GIFs auf ihren Websiten zu etablieren, zieht die Tagesschau nach und macht auf Giphy einen eigenen Kanal auf. Weltbewegend ist das jetzt nicht, aber ich freue mich auf die unter dem FB-Post erscheinenden Kommentare. Mag da mal wer ein Bullshit-Bingo zusammenschustern?
Meine Vorschläge:
„Ich bin zu alt für diesen Scheiß!“
„Habt ihr keine wichtigeren Themen?!“
„Jetzt verblöden alle vollends!“
„Wie bei Bento!!111!!!“
„Das braucht kein Mensch!“
„Voll unseriös!“
„Für sowas zahl ich Rundfunkgebühr?!“
„UND DAS NENNT SICH JOURNALISMUS!!1111!!!!!“
Und während ich das schrieb, hätte ich schon drei Mal „Bingo“ rufen können. Wetten?
Umfragen werden erst dann sinnvoll, wenn tatsächlich Menschen an diesen auch teilnehmen. Noch sinnvoller ist, wenn diese Menschen die zu beantwortenden Fragen vorher auch gelesen und verstanden haben. Klar.
Ihr erinnert euch an die Burschen, die sich neulich in Zürich mit ihren Go-Karts von einer Tram einen Berg hochziehen ließen, um dann volle Kanone mit den Dingern den Berg auch wieder runterfahren? Dabei wurden sie dann auch noch geblitzt. Jetzt stellt sich raus, dass die beiden uns alle verarscht haben. Die Aktion war von vorne bis hinten gefaked. Well done, Jungs.
Es gibt sie nicht, die irre Gokart-Gang, die das nächtliche Zürich unsicher macht. Es gibt keine gepimpten Rides, keine Rennen mit anschliessenden Raves, keinen neuen Underground-Trend. Die Videos davon wurden von zwei Cast-Studenten der ZHdK produziert, verfälscht und gezielt medial verbreitet – als Bachelor-Abschlussarbeit.
Was war eure Absicht? Michael: Wir wollen einen urbanen Mythos kreieren und ihn medial verbreiten. Alun: Das Phänomen FOMO steht in unserer Arbeit im Zentrum. FOMO ist eine Abkürzung für Fear of Missing Out, also die Angst, Happenings zu verpassen – das neue Pop-up-Restaurant, die Vernissage, die beste Party, die coolste Gästeliste. Ein in Zürich weit verbreitetes Phänomen.
Das Ziel ihrer Arbeit erklären die Studenten in einem Kurzvideo:
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