Aus aktuellem Anlass. Ich kannte Mory Kanté nicht, bis Hardfloor im Jahr 1994 mit diesem Yéké yéké Remix um die Ecke kam und die Nummer lange schon vor Richie Hawtin mit ordentlich Acid in die Neuzeit holte. Ich hörte mich ab dort so in das Schaffen von Mory Kanté rein. Guter Musiker, guter Mann.
Puristen warfen Mory Kanté Ausverkauf von Tradition vor, er sah sich als Modernisierer. Sein Mix aus westafrikanischen Klängen und Pop wurde in Klubs weltweit gespielt – und fand in „Yéké yéké“ zur Perfektion.
Techno-Pionier, Frankfurter DJ und Produzent Pascal Feos ist im Alter von 52 Jahren an einer Krebserkrankung verstorben. Feos war einer der ersten, die mir den Sound of Frankfurt nahebrachten, ich habe ein halbes Dutzend Platten von ihm Regal. Ohne das Label Elektrolux, das er damals mit Alex Azary gründete und betrieb und vor allem ohne die Musik, der er gemeinsam mit Azary und Gabriel Le Mar als Aural Float produzierte, wäre mein Musikgeschmack und vor allem meine Produktionsvorlieben heute mit Sicherheit ganz anders. Feos war einer, der mich wirklich tiefgehend beeinflusst hat. Auch mit solchen Sets, die er regelmäßig in der HR3 Clubnight aufgelegt hat. Und dann kommt da das bis heute unfassbar gute Rollin‘ and Scratchin‘ und brennt sich durch die Gehirnwindungen.
Aus aktuellem Anlass schreibt Tobi Müller für den Spiegel einen wirklich tollen Text über die jetzt in Paris verstorbene Schlagzeuglegende Tony Allen.
Allen bleibt auch ein Beweis für die Hybridität der besten Popmusik des 20. Jahrhunderts: Man kann schon von Wurzeln reden – Jazz, Yoruba, Funk, Disco – aber am Schluss steht kein klarer Stammbaum. Es ist, als wären Allens Wurzeln einfach in der Luft weiter gewachsen, von Westafrika über Los Angeles nach Paris, und dann in den Weltraum.
Ich finde, passender kann man es kaum zusammenfassen. Mach’s gut, Tony, und danke für die Musik!
Der Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn ist einer derer, die bis heute für meine Faszination für Reisen im Weltraum verantwortlich sind. Weil ich mit seinen Erfahrungen groß wurde und sie lieben lernte. Gestern ist Jähn im Alter von 82 Jahren gestorben. Er war der erste deutsche Raumreisende überhaupt – und kam aus der DDR.
Und irgendwie schön, dass die bei SpOn vom „Kosmonauten“ schreiben.
Uns aller Lieblingskatze im Internet ist im Alter von nur sieben Jahren gestorben. Tardar Sauce, wie Grumpy richtig hieß, erlag den Folgen einer Harnwegsinfektion. Mach’s gut, Grumpy, auf meinen Shirts bleibst du am Leben.
Aus gegebenem Anlass. Ein Text, der mich seit meiner Jugend begleitet und mir damals in der Brandenburger Pampa Kraft und auch Haltung gab. Inhaltlich bin ich da noch heute konform mit. Danke dafür! Mach’s gut, Wiglaf, und grüß die anderen.
Der Prodigy-Frontmann Keith Flint wurde Berichten zufolge heute Morgen in seinem Haus in Dunmow, Essex, tot aufgefunden. Er wurde 49 Jahre alt und hat nicht geringen Anteil an der Entwicklung elektronischer Musik im England der 1990er. Und darüber hinaus. Die genauen Todesumstände sind bisher nicht bekannt.
Ich habe The Prodigy immer gehört und meistens gemocht, auch wenn sie mir in den 1990ern eines der schlechtesten Live-Erlebnisse meines Lebens beschert haben. Schlimm.
Dennoch ein Verlust. Mach’s gut, Keith! Und grüß die anderen!
Update: Inzwischen hat sich Flints Bandkollege Liam Howlett über Instagram zu dessen Tod geäußert. In einem Post äußerte er, dass Flint Suizid begangen hat.
Wenn du oder eine dir bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, hole Hilfe! Zum Beispiel, ganz unkompliziert, bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 sowie unter www.telefonseelsorge.de oder Deutschen Depressionshilfe.
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