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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Album-Stream: Fluxion – Broadwalk Tales

Ende April erscheint das neue Album von Dubtech-Pionier Fluxion auf Echochord. Der Stream verrät, dass es so gut ist, dass wohl nicht nur ich es kaufen werde. Riesending! Und auch auf diese Platte hat sich Tikiman wieder bringen können, wenn mich nicht alles täuscht. Wer hätte in den 90ern gedacht, dass der auch im Jahre 2014 noch auf den richtig dicken Platten des Genres dabei sein würde.

Dubtechno allererster Güte, der so gar nicht verstaubt klingen will.


(Direktlink, via Stepcamera)

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Das vielleicht abgehfahrenste Wohnmobil der Welt

Eigentlich hat das hier mit einem Wohnmobil nicht mehr sonderlich viel gemein. Das ist eher ein rollendes Haus. Entwickelt und bauen lassen hat sich dieses Bran Ferren, der die FX bei Altered States, Little Shop of Horrors und Emerson, Lake & Palmer zuständig war. Außerdem ist er Multitouch-Pionier und Präsident von Walt Disney Imagineering. Da sitzen die Dollars natürlich schon mal etwas lockerer. Offenbar will er in der Karre auf das Arbeiten auch nicht verzichten müssen, soviel Technik, wie dort verbaut wurde.

Gekostet hat die Kiste wohl gleich mehrere Millionen Dollar, aber immer noch besser als sich für eine ähnliche Summe ein langweiliges Haus in der Karibik zu kaufen, dachte er sich wohl. Und so hat er vor, mit dieser Kiste um die Welt zu fahren. Mit dabei seine vierjährige Tochter Kirra. Ich wünsche den beiden allen Spaß der Welt.

Hier der Aufbau im Detail.

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(klick für in groß, via René)

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Bass-Geschlacker fürs Bergfest: O.live.R – Spring Bass 2*14

Oliver schickt mir gerade sein „Frühlingstape“, was ich gerade erst gestartet habe. Da aber die Tracklist so ziemlich alles von dem hat, was ich aktuell besonders gerne mag, verblogge ich das ausnahmsweise mal ungehört. Der Oliver kriegt das im Regelfall eh immer ganz gut zusammen. Also: Bass, Frühling, Sonne, Breaks, Geschlacker, Liebe, Alles!


(Direktlink)

Tracklist:
1. GoGo Penguin – Murmuration
2. Romare – Down The Line (It Takes A Number)
3. Dauwd – Ikopol
4. Illum Sphere – At Night
5. Werkha – Tempo Tempo
6. Submotion Orchestra – Finest Hour (Planas Remix)
7. Wagon Christ – Bend Over
8. Brookes Brothers – In Your Eyes
9. Kidkanevil – The Floating World (Eliphino Remix)
10. Jeremiah Jae – Survival (feat. Oliver the 2nd)
11. Eliphino – L.F. (I Know)
12. Koreless – 4D
13. DJ Koze – Nices Wölkchen (Robag’s Bronky Frumu Rehand)
14. Lapalux – Kelly Brook
15. Damon Albarn – Everyday Robots

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DDR-Flucht über China in den Westen


(Direktlink)

Eine wirklich außergewöhnliche und abenteuerliche Geschichte, die eine verbotene Reise erzählt, die junges Paar vom Berliner Prenzlauer Berg 1987 auf eigene Faust quer durch die Mongolei und von dort weiter nach China macht. Eigentlich wäre die so gar nicht machbar gewesen, Jens Kießling hat sie trotzdem auf die Reihe bekommen. Dann ergab sich für Kießling die Gelegenheit zur Flucht in den Westen, die er wahr nahm. Marie Mentel hingegen fuhr zurück in die DDR.

Auf dieser Reise machten sie circa 5000 Fotos aus einer Welt, die den meisten DDR-Bürgern für immer fremd bleiben sollte. Einige davon zeigt einestages gerade. Spiegel-Autor Peter Wensierski hat Ihre Geschichte jetzt in ein Buch geschrieben, „Die verbotene Reise„, außerdem gehen Teile der wohl wirklich einzigartigen Fotos auf Wanderausstellung.

Sie trampten durch die Wüste Gobi, schliefen in der Wildnis und überlisteten sowjetische Kontrollposten: Mit gefälschten Papieren erkundeten im Sommer 1987 zwei Ost-Berliner Studenten die Mongolei und China.

[…]

Im Sommer 1987 verließen Jens und Marie die Rykestraße und stiegen am Ost-Berliner Hauptbahnhof in den Zug – an der polnischen Grenze wurden sie erstmals kontrolliert. Die Uniformierten staunten nicht schlecht, als sie die prallgefüllten Rucksäcke der beiden auseinandernahmen: Sie zählten 144 Schwarz-Weiß- und 100 Farbdia-Rollfilme, jeder Film ermöglichte zwölf Aufnahmen im Mittelformat 6×6, genug also für 3000 Fotos. Jens erzählte den Kontrolleuren, dass er Biologie studiere und Naturaufnahmen plane, das leuchtete ihnen ein. Außerdem konnten sie ja ihr trickreich erworbenes Visum für die Mongolei vorweisen.

Ausstellungstermine:
11. April bis 27. Mai 2014: Berlin – The Westin Grand
3. Juni bis 2. Juli 2014: München – The Westin Grand München
13. August bis 10. September 2014: Leipzig – The Westin Leipzig
16. September bis 16. Oktober 2014: Dresden – The Westin Bellevue Dresden
18. Oktober bis 19. November 2014: Potsdam – Mercure Hotel Potsdam-City

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Ein Kurz-Portrait über den Tresor-Macher Dimitri Hegemann auf Deutschlandradio Kultur: „Genie oder Chaot?“

Soweit sind wir heute. Techno hat alles überrollt und keiner hätte damals je nur (s)einen daran Gedanken verschwendet. Deutschlandradio Kultur über den Macher des Klubs, der dort vor 20 Jahren gerade mal als schmudeliger „Drogen-Laden“ durchgegangen wäre. Über Dimitri Hegemann, den „Dorfhippie“, den Macher des Tresors und seine Geschichte in Berlin.

Für mich war diese ganze Technokiste ja immer eher so ein Hippie-Ding mit einem Zacken Punk in der Krone. Ist es bis heute geblieben. Und so lange ich diesen Geruch noch immer in der Nase und den Klang davon in den Ohren habe, bleibe ich dabei. Egal, was alle anderen gerade feiern. So.

Er kam als Dorfhippie nach Berlin, züchtete Bienen auf dem Dach eines Kraftwerks, veröffentlichte Alben von Gesangsvereinen und betrieb einen legendären Technoclub. Für Dimitri Hegemann gehört das Chaos zum Alltag.

„Also ich weiß ja nicht, was Chaos ist, weil das für mich ja Realität ist. Auch dieses Springen: von einem Thema – und schon habe ich mich für ein völlig anderes, vielleicht romantisches Thema begeistern lassen.“

Dimitri Hegemann ist einfach vielseitig interessiert: neugierig und mit dem Gen des besessenen Forschers ausgestattet. Dabei sieht er überhaupt nicht aus wie ein Held der Subkultur, wie der Gründer des vielleicht berühmtesten Technotempels der Welt und der Partisan des Neo-Dadaismus, wie man eines seiner Projekte mal nannte: silberweißes schütteres Haar mit einem bisschen Glatze vorn, praktisch und bequem angezogen und äußerlich eher so bieder wie das Dorf, aus dem er stammt.

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(Tresor Berlin, 2010, Foto: Daniel Herceg)
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/04/08/drk_20140408_1053_cd288db8.mp3]

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