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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Warum das Moderieren der Kommentare sich jeden Tag richtig anfühlt

Im Spätsommer letzten Jahres kündigte ich hier an, das mit den Kommentaren anders handhaben zu wollen, was ich seit dem tatsächlich so mache. Alle, die hier vorher nicht kommentiert hatten, müssen seit dem erst mal durch die Moderation. Dabei bin ich immer noch ziemlich schmerzfrei, glaube ich. Auch deshalb stehen hier immer noch Dinge in den Kommentaren, die ich hier so eigentlich nicht haben möchte. Aber der Meinungsfreiheit und so geschuldet lass ich die dann doch durchgehen. Kann ich vertreten, auch wenn das nicht immer leicht fällt. Es gibt allerdings so Tage, in denen ich dann aber doch schon mal lieber alle Kommentare durch die Moderation laufen lasse. Tage wie dem heutigen zum Beispiel, an dem ich die „Äpfel für Deutschland“ und „Frei.Wild“ im Blog habe. Das weiß ich, was kommen wird, und dabei bleibt natürlich so einiges hängen.

Seitdem haben sich die Knetbirnen-Kommentare tatsächlich immens verringert. Dass ich die dafür dann auf Facebook habe – geschenkt. Aber hin und wieder versuchen es manche dann hier doch. Sie tippeln ihren Müll in das Kommentarfeld und merken erst nach dem Absenden, dass der hier wohl nie kommen wird. Habe ich aktuell 2-3 Mal täglich, gebe ich nicht viel drauf.

Aber: wenn mich jemand, wie heute, als „Linksgrüner“ beleidigt, kann ich das auch schon mal ausbreiten. Und dann denke ich so, „Ja, Du Pfeife, ich habe heute leider keinen Kommentar für dich.“ Nur um das mal zu veranschaulichen.

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Angedacht hatte sich der/die jenige diesen vielaussagenden Kommentar unter dem Beitrag für die Äpfel für Deutschland. Passender könnte es kaum sein.

Man mag das als dünnhäutig empfinden, aber „Linksgrüner“(!) Soweit kommt es noch!

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Wo auf der Welt die Menschen wohl am zufriedensten sind

Kleine Statistikauswertung von Quartz, die einen Überblick zu geben versucht, wie sehr die Menschen in allen Ecken der Erde wohl am zufriedensten mit ihren allgemeinen Lebensumständen sind. Dazu zählen Vertrauen in die jeweilige Regierung, Lebenserwartung, Sicherheitsgefühl, Verhochzeitung, was Griechenland in allen bewegt hat und so was alles. Als Quelle für ihre Zahlen gibt Quartz „Gallup World Poll | OECD“ an, was ich jetzt nicht überprüft habe, dem aber gerade trotzdem mal Glauben schenke.

Life Satisfacion

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(via this isn’t happiness)

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Mixtur: Die Vogelperspektive – Cosmic Trigger

Ich habe hier lange nichts mehr von den beiden im Blog gehabt. Der letzte Mix war der aus dem Adventskalender, aber ich komme auch gar nicht immer so ganz hinterher, wann da was von wem kommt. Und manchmal kommt dann was und dann stehen die eigenen musikalischen Vorlieben gerade auf einem anderen Bein. Von diesen habe ich ja einige. Wie auch immer.

Heute war mir danach, mal genau bei den Gefiederten auf Play zu drücken und siehe da: sie schieben mich mit diesem Mix auf meinem kleinen Bastsessel durch die Küche. Ich kann auch im Sitzen tanzen. Ja. Deep haben sie es ja eigentlich ganz gerne, tanzbar auch, aber die Kiste hier bringt dann neben dem House auch noch eine ganz ordentliche Portion Techno mit in die Pipeline. Hätte ich so gar nicht erwartet, kickt mich aber trotzdem oder gerade deswegen gerade ungemein. Kategorie: Tanzschuppen. Definitiv.


(Direktlink)

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Kinder in Tüten über den Fluss ziehen

Ich habe keine Ahnung, worum genau es in diesem Videobeitrag, der offenbar Inhalt einer Fernsehsendung war, geht. Mein Vietnamesisch ist furchtbar eingerostet war nie vorhanden. Scheinbar aber hat es die Brücke über diesem Fluss in Vietnam zerlegt und die Menschen mussten sich irgend etwas einfallen lassen, wie sie trotzdem halbwegs trocken über das nicht strömungslose Wasser kommen können.

Das hier ist keine nachmittägliche Spaßaktion, die Langeweile vertreiben soll, sondern sie ist offenbar tatsächlich aus reiner Not entstanden und dafür so traurig wie beeindruckend umgesetzt. Bleibt zu hoffen, dass keiner derer, die zu entscheiden haben, wann diese Brücke wieder in Betrieb gehen wird, nach diesem Video der Meinung sind, dass es ja auch ohne Brücke irgendwie funktioniert und die Dringlichkeit deshalb als eher gering einzustufen wäre. Politiker entscheiden ja ganz gerne mal so.


(Direktlink)

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Wie man einen Parmesan zerteilt

Was ich nicht wusste: Parmesan wird nicht geschnitten, sondern schlicht gebrochen. Vermutlich wird das heute industriell auch anders gehandhabt, aber der alte Käse-Meister Carlo Guffanti bricht die Käseräder auch heute noch auseinander. Das sieht nach richtig Arbeit aus und ist alles andere als ein Schreibtisch-Job.


(Direktlink, via reddit)

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YNK – Exclusive Nightflight Guest Mix – 18.03.14

Diese Woche hatte ich das Vergnügen einen sehr spannenden Gast-Mix des Künstlers YNK in meinem Nightflight auf Fritz spielen zu können.
YNK oder Yannick wie er mit bürgerlichem Namen heißt, betreibt das Label Maria Colors und hat bisher ein paar schöne Releases auf dem Drei Farben House Label „Tenderpark“ am Start.

Der Name YNK stammt, wie Yannick selbst sagt aus seinen Jugendtagen, „… als ich ein fieser Graffiti-Writer war, war das mein tag.“ Es ist ein Wortspiel aus der Abkürzung seines Namens und dem Wort „ink“… Passt!

Musikalisch bewegt sich der Mix diesmal irgendwo in den Grenzbereichen elektronischer Musik, da wo sich House & Techno Gute Nacht sagen, um anschließend im dichten Nebel der Sportzigarette gemeinsam mit dem Rest der Bagage und dem besten Kumpel Disko auf der Couch zu versacken.

Für alle die’s mal etwas anders mögen.

Bis nächste Woche,
Tobi


Direktlink

Tracklist:

01. Berliner Ring – Unidentified Airport – Meakusma
02. Max Goldt – The Dance Of No Return – Gagarin Records
03. Don Papa – Dans Hall Dub – Sex Tags Amfibia
04. Dont – Bimmel – Atelier Records
05. Luke Wyatt – Olds Achieva Care Bear – Emotional Response
06. Smea – Koala Grip – Börft Records
07. Benedek – Track 4 – Peoples Potential Unlimited
08. DJ Spider & Marshallito – C17H21NO2 – The Trilogy Tapes
09. GB – The Dreamer – Gifted & Blessed
10. Five O’Clock Traffic – Western Rationality – Börft Records
11. Dresvn – Untitled – Acido Records
12. Steffen Baldo – Social Distortion – Polyfon
13. Omar S – Groove On – FXHE Records
14. Kemetrix – Ancient Godz – Pomelo
15. Ian Martin – B2 – Panzerkreuz Records
16. YNK – The Withdrawal – Sama Recordings
17. Portable – Albatross – Süd Electronic
18. SW feat. Paleo – Track 1 – SUED

Hier findet Ihr…

… die komplette Playlist der Sendung.
alle bisherigen Mixe noch ein mal zu nachhören.
… und hier nochmal die komplette Sendung im Loopstream zum nachhören.

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Frei.Wild beim Echo: Jennifer Rostock rufen zu Boykott auf

Ich bin etwas erstaunt, dass nach dem Riesentheater um die Echo-Nomminierung von Frei.Wild im letzten Jahr, es in diesem so scheint, als wäre das für alle Beteiligten irgendwie okay und man irgendwie auch hofft, dass die Leute sich daran gewöhnen würden, was sie sicher ja auch tun. Drohten Bands wie MIA und Kraftklub im letzten Jahr noch damit, dieser Veranstaltung nicht beizuwohnen, sollten Frei.Wild tatsächlich eingeladen werden, geschieht in diesem Jahr genau gar nichts in diese Richtung. Für alle Nominierten scheint es klar zu gehen zu gehen, sich die Liste der Auszuzeichnenden mit den Patrioten-Rockern aus Südtirol zu teilen. Frei.Wild wurde im letzten Jahr dann wieder ausgeladen.

In diesem Jahr nun „hatten die Veranstalter einen Beirat gegründet. Das unabhängig besetzte Gremium soll künftig in Zweifelsfällen bei der Nominierung beziehungsweise Auszeichnung von Künstlern eingeschaltet werden.

In seiner ersten Entscheidung war der Beirat im Februar zu dem Schluss gekommen, das aktuelle Frei.Wild-Album „Still“ solle nicht von einer Nominierung ausgeschlossen werden, da „hier insgesamt die Grenze vom künstlerisch Vertretbaren zum gesellschaftlich völlig Unvertretbarem nicht überschritten sei“. (SZ) Damit hat man sich auch recht einfach aus der Verantwortung zu nehmen versucht. Nun sollte alles ruhig und gesittet ablaufen, Frei.Wild darf kommen.

Einigen allerdings ist das nicht ganz recht und so ruft Christoph Deckert, Basser von Jennifer Rostock, auf Facebook zu einem Boykott der Veranstaltung auf:

Vorsicht: Lang! Und: kein Hoeneß! Aber: Echo! Und: Frei.wild! Da steht ihr doch auch ein bisserl drauf!

Verehrte Musikanten und Musikantenwirtschaftende.

Was ist 2014 los mit euch?

Der Echo steht auf der Türschwelle und nahezu NIEMAND hat sich bis dato zu der Thematik geäußert, die noch letztes Jahr für einen Riesen#aufschrei sorgte. Weder Künstler noch Industrielle. Ja, es geht natürlich um die Nominierung unserer allseits beliebten blut- und bodenneutralen tiroler Partisanenkapelle.

Es ist mir bewusst, dass der Echo stumpfen und damit quasi wertneutralen Regularien gehorcht. Du verkaufst, du bist nominiert. Dementsprechend gewinnt im Normalfall die konsenstauglichste Belanglosigkeit. Wobei ich es generell für schlechtweg dumm halte, Verkaufszahlen als Maßstab zur qualitativen Bewertung von Musik heranzuziehen. Diese Praxis sollte dringend überdacht werden, damit „Deutschlands wichtigster Musikpreis“ tatsächlich irgendwann mal so etwas künstlerische Authentizität erlangen kann. Vielleicht könnte 2015 ein weiterer hochproduktiver Rat zu dieser Thematik tagen. Höhö. Ich schweife ab, zurück zum Thema: denn wie schon letztes Jahr gibt es auch 2014 eine Abweichung von Normalfall, nämlich Frei.wild. Das Argument, die Band käme aus Norditalien und sie in einer „nationalen“ Kategorie untergebracht zählt leider nicht, diverse Mitglieder sind wohl mittlerweile in Deutschland gemeldet. Also bleibt einem als logische Konsequenz nur der aus dem letzten Jahr antrainierte Usus: Man geht einfach nicht hin!

Wir, Jennifer Rostock, halten es für ausgeschlossen, einer Veranstaltung beizuwohnen, in der eine Band nominiert ist, die im letzten Jahr aus gutem Grunde ausgeschlossen wurde. Und zusätzlich den Preis verhöhnte, indem sie ihre -berechtigte- Absage zur Eigen-PR ausnutzte und es sich daraufhin in der ihr allseits beliebten Opfernische bequem machte. Es ist uns nicht nachvollziehbar, wie nach dem allgemeinen Aufruhr, der letztes Jahr im Zuge der Nominierung von Frei.wild herrschte, eine erneute Ernennung überhaupt in Betracht gezogen werden konnte.

Ist es euch das wert, euch stundenlang von einer schmierigen Laudatio zur nächsten zu quälen in der Hoffnung, dass euch die Kamera kurz beim Applaudieren einfängt? Das bisschen Aufmerksamkeit? Oder sind es Freigetränke? Oder weil eure „Freunde“ auch alle hingehen? Zeigt doch lieber Haltung! Nehmt der Veranstaltung ihre Relevanz! GEHT NICHT HIN!

Wir jedenfalls möchten in keiner medialen Berichterstattung rund um die Preisverleihung „auf Augenhöhe“ mit dieser Band erscheinen, nicht in die selben Kameras grinsen müssen und neutrale Miene zum bösen Spiel machen. Jeder andere Musiker sollte sich das ebenfalls ganz dringend durch den Kopf gehen lassen. Wir tolerieren nicht, dass diese Form von reaktionärer Nationaltümelei als ganz selbstverständlich in der Mitte der Gesellschaft akzeptiert wird.

Schade um den Freifusel auf der Party, aber ich wünsche allen anderen Beteiligten viel Spaß, ein dickes Fell oder einen Eingebung der Vernunft.

Shalömchen,

Christough // Jennifer Rostock

Gut, dass es manche ganz so still und leise dann doch nicht hinnehmen möchten. Ja.

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Kontaktjonglage mit Ringen

Ich habe bis eben nie davon gehört, dass es so etwas wie Kontakjonglage gibt, aber was der junge Mann hier mit den vier Ringen anstellt sieht ziemlich großartig aus. Besser noch, wenn das im Dunkel und mit LEDs an den Ringen stattfinden würde. Und mit anderer Musik. Vielleicht.


(Direktlink, via reddit)

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