My Mechanics hat sich auf eBay ein altes Mikrometer, wie es zum Beispiel für die Herstellung und der Wartung von Uhren immer noch eingesetzt wird, besorgt und in seiner Art und Weise auf neu restauriert. Wenige Videos entspannen so, wie diese, die einen dabei zusehen lassen, wie aus alten Dingen Neues wird. Mich zumindest.
Das Internet weckt mitunter merkwürdige Vorlieben, von denen man selber bisher gar nichts wusste. Ich für meinen Teil gucke seit Monaten unheimlich gerne My mechanics dabei zu, wie er alte Werkzeuge ins Jetzt restauriert. So wie diese olle Ölkanne hier, die schon ein paar Jahrzehnte auf dem Hals haben dürfte und von ihm in fast pedantischer Kleinarbeit restauriert wurde. Ganz schön großartig.
Vielleicht werde ich mit den Jahren dann vielleicht doch irgendwie komisch. Dieses Komisch, das ich noch von meinen Eltern kenne, als die in meinem Alter waren. Die haben da auf einmal komische Sachen gemacht. Mein Vater fing an zu Joggen, was noch viel mehr als nur komisch war, wie die wissen, die meinen Vater kannten. Meine Mutter entdeckte in ihren 40ern dann wieder das Stricken für sich und hatte keine kleinen Kinder mehr, die unwidersprochen das trugen, was sie strickte. Außerdem fing sie damit an, ominöse Lebensratgeber zu lesen. Die, die ihr nach 700 Seiten, für die sie im Hardcover über 50 Mark bezahlen musste, mitteilten, dass sie einfach nur sie selbst sein und ihr Leben genießen sollte. „Mal rausgehen“, „die Sonne für sie scheinen lassen“ und all dieser Blödsinn. Hat es für sie nicht besser gemacht – also kaufte sie den nächsten Band zu diesem Thema. So komisch eben, ihr wisst schon.
Ich fange jetzt mit den Jahren an, mir regelmäßig und mit großer Freude auf YouTube Videos anzusehen, in denen irgendwelche Leute mit neuen Werkzeugen alte Werkzeuge restaurieren und somit in die Jetztzeit holen. Zumindest auf YouTube. Na komisch eben.
Hierfür hat wer eine olle und schon ziemlich oxidierte Bohrmaschine in einem An- un Verkauf (dieses Wort ist auch auf dem besten Wege auszusterben) bezahlt, um sie dann zu Hause wieder schön und einsatzbereit zu machen.
Klingt komisch, ist für mich allerdings lange nicht so schräg, wie das Joggen anzufangen oder irgendwelche Lebensratgeber im Hardcover zu kaufen.
Restaurator Julian Baumgartner dabei, wie er eine offenbar fast uralte Ave Maria restauriert, die irgendwann man auf Holz gemalt wurde. Wie immer sehr tiefenentspannend.
Falls euch mal die Ideen für sehenswerten Content ausgehen sollten, einfach mal in den Keller oder den Schuppen gehen. Da liegt bestimmt noch irgendwas vor sich hin rostendes rum, das ihr wieder schön und neu machen könnt. Ich würde mir das dann auch ansehen und vielleicht sogar hier ins Blog packen. Weil nämlich: ich gucke sehr gerne dabei zu, wie Leute olles Zeug restaurieren.
Gemeinhin werden derartig vergammelte Schraubstöcke wohl auf dem Schrott entsorgt, My Mechanics aber hat dieses Exemplar von einem Freund für 20 Euro gekauft und es zu einem neuwertigen Schraubstock restauriert. Schöne Fleißarbeit.
Manchmal, wenn ich Zeit habe, gucke ich bei Marty’s Matchbox Makeovers vorbei und erfreue mich ganz unaufgeregt daran, wie Marty alte Matchbox-Autos wieder flott macht. Gestern habe ich ihm dabei zugesehen, wie er diesen LKW aus dem Jahr 1969 restauriert. Ich mag das.
Neue Arbeit von Restaurator Julian Baumgartner, der hier die 150 Jahre Mother Mary wieder flott macht. Aktuell kenne ich kaum entspannendere Videos.
Watch as the painting is stabilized, the tears mended and the missing paint retouched and integrated with the image. All of the techniques and materials are archival and fully reversible. Once the work is completed the painting will be ready for another 150 years.
Für mich eines der beeindruckendsten Kunsthandwerke – und vielleicht das schönste Video, das es heute zu sehen gibt. Julian Baumgartner restauriert mit jeder Menge Geduld und Fingerfertigkeit ein Gemälde von Emma Gaggiotti Richards.
Hat ja jeder so seine Freizeitbeschäftigungen. Ollari hat sich auf einem Flohmarkt einen ziemlich vergammelten Kopf eines Hammers zugelegt und das Dingen in seiner Werkstatt auf Glanz restauriert. Warum auch nicht?
„Ein Hammer ist ein händisch oder maschinell angetriebenes Werkzeug, das unter Nutzung seiner beschleunigten Masse (meist) schwere Schläge auf Körper ausübt.“
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